Neurodermitis


Datum: 16.05.2017

Kratzen bei Neurodermitis

1. Überblick: Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine Hauterkrankung, bei der meist schubweise Hautekzeme auftreten. Die betroffenen Hautpartien sind entzündet und jucken stark. Neurodermitis wird in der Fachsprache als atopisches Ekzem, atopische Dermatitis, endogenes Ekzem oder Dermatitis atopica bezeichnet. Bei Betroffenen ist die Bezeichnung Neurodermitis geläufig.

Die Krankheit ist weit verbreitet, weshalb Betroffene und Mediziner immer auf der Suche nach innovativen Konzepten zur Behandlung von Neurodermitis sind. Das rezeptfreie Arzneimittel Zyarin   setzt bei juckenden Hautkrankheiten auf einen natürlichen Wirkstoff und unterscheidet sich so von chemischen Arzneimitteln auf dem Markt. Mehr dazu

Neurodermitis beim Baby und Kleinkind

Häufig tritt Neurodermitis erstmals im Baby- oder Kleinkindalter auf. Ungefähr jeder zweite Betroffene entwickelt innerhalb der ersten sechs Lebensmonate Symptome eines atopischen Ekzems. Bei 70 bis 85 Prozent zeigt sich die Neurodermitis vor dem fünften Lebensjahr.

In einigen Fällen „wächst“ sich ein endogenes Ekzem aus und die Betroffenen sind ab einem bestimmten Zeitpunkt symptomfrei. Gelegentlich wird die Neurodermitis daher auch als „Kinderkrankheit“ angesehen. Manche Menschen müssen jedoch dauerhaft mit der Hauterkrankung ‚atopische Dermatitis‘ leben. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge entwickeln mindestens ein Drittel aller Kinder mit Neurodermitis auch als Erwachsene zumindest hin und wieder Ekzeme.

Neurodermitis ist die häufigste chronische Kinderkrankheit

Das Auftreten der Hauterkrankung ist in den vergangenen 50 Jahren massiv gestiegen: Heute sind etwa vier- bis sechsmal so viele Menschen betroffen. Neurodermitis zählt auch zu den am weitesten verbreiteten Hautkrankheiten:

  • Bei Kindern ist Neurodermitis die häufigste chronische Erkrankung. In Europa sind etwa zehn bis 15 Prozent der Vorschulkinder betroffen.
  • Bei Erwachsenen ist sie mit etwa ein bis zwei Prozent deutlich seltener.
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Neurodermitis bei Erwachsenen

Seltener tritt Neurodermitis erstmals im Erwachsenenalter auf. In diesem Fall äußert sich ein atopisches Ekzem häufig durch untypische Symptome. Dies führt dazu, dass zunächst oft eine falsche Diagnose gestellt wird, wie etwa eine Kontaktallergie.

Obwohl Neurodermitis sehr weit verbreitet ist, sind die genauen Ursachen noch nicht vollständig geklärt. Inzwischen weiß man aber, dass das Zusammenspiel verschiedener Faktoren ein atopisches Ekzem verursacht. Neben einer erblichen Veranlagung spielen Störungen der Hautbarriere, Besonderheiten in der körpereigenen Krankheitsabwehr und der Reizweiterleitung sowie vielfältige Umweltfaktoren eine Rolle.

Rauchen gilt als Risikofaktor für das erstmalige Auftreten einer Neurodermitis bei Erwachsenen. Im Gegensatz zu einem atopischen Ekzem beim Baby oder Kleinkind bleibt eine spät auftretende Neurodermitis meist das ganze Leben erhalten. Allerdings lässt die Schwere der Schübe in der Regel mit den Jahren nach.

Ist Neurodermitis ansteckend?

Vor allem wenn ein atopisches Ekzem an gut sichtbaren Hautstellen wie im Gesicht oder an den Händen auftritt, meiden einige Menschen den Kontakt mit Betroffenen – oft aus Angst, sich anzustecken. Doch es gibt keinen Grund zur Besorgnis: Atopische Dermatitis wird nicht von Bakterien oder Viren ausgelöst und ist nicht ansteckend.

Menschen mit Neurodermitis müssen ihre Haut stets besonders sorgfältig pflegen. Auch wenn keine akuten Ekzeme vorhanden sind, ist die Haut oft trocken und anfällig. Deshalb ist eine speziell für trockene bis sehr trockene Haut geeignete Pflege unerlässlich: z.B. Remitan Trockene Haut   enthält den Aktivstoff Extremoin, der die Haut langanhaltend vor dem Austrocknen schützt.

2. Neurodermitis-Ursachen: Gene legen den Grundstein

Neurodermitis und seine Ursachen waren in den vergangenen Jahren verstärkt Gegenstand der Forschung. Dennoch sind die Auslöser der auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichneten Hauterkrankung nach wie vor nicht vollständig geklärt. Bekannt ist, dass bei der Entstehung einer Neurodermitis meist mehrere Auslöser zusammenwirken.

Neurodermitis-Ursache 1: Genetik

Wichtigste Neurodermitis-Ursache: erbliche Veranlagung, gespeichert auf den Chromosomen

Zu den wichtigsten Neurodermitis-Ursachen gehört eine erbliche Veranlagung.

Die wichtigste Neurodermitis-Ursache ist eine genetische Veranlagung. Nach dem aktuellen Wissensstand sind verschiedene Gene an der Krankheitsentstehung beteiligt.

Die Veranlagung für eine Neurodermitis ist demnach auch erblich – selbst, wenn die Eltern an einer anderen atopischen Erkrankung leiden (z.B. Heuschnupfen, allergisches Asthma):

  • Ein Elternteil leidet an einer atopischen Erkrankung (nicht Neurodermitis): 20 bis 40 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass das eigene Kind Neurodermitis bekommt. Sind beide Eltern betroffen, liegt das Risiko sogar bei bis zu 60 Prozent
  • Beide Elternteile leiden an Neurodermitis: 60 bis 80 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass Neurodermitis auch beim Kind auftritt

Dennoch gibt es selbst bei einer starken genetischen Vorbelastung auch Fälle, in denen die atopische Dermatitis ausbleibt oder durch entsprechende vorbeugende Maßnahmen verhindert bzw. abgemildert werden kann.

Die Bedeutung der genetischen Vorbelastung zeigt sich außerdem an Zwillingen: Bei eineiigen Zwillingen ist das Erbgut weitgehend identisch. Ist ein Zwilling an Neurodermitis erkrankt, ist der andere zu 75 Prozent auch betroffen. Bei zweieiigen Zwillingen ist das anders: Leidet ein Zwilling an atopischer Dermatitis, ist der andere in nur einem Viertel der Fälle auch erkrankt. Dies entspricht etwa dem gleichen Verhältnis wie bei „normalen“ Geschwistern.

Neurodermitis-Ursache 2: Abwehrsystem (immunologische Störungen)

Wie die Bezeichnungen „atopisches Ekzem“ und „atopische Dermatitis“ bereits verraten, gehört die Neurodermitis zu den Atopien. Unter diesem Begriff fassen Mediziner eine höhere Wahrscheinlichkeit für bestimmte allergische Reaktionen auf normalerweise harmlose Substanzen zusammen. Heißt: Bei Kontakt mit allergenen Stoffen löst das körpereigene Abwehrsystem eine entzündliche Immunreaktion aus. So wird beispielsweise starker Juckreiz hervorgerufen.

Atopien haben in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung zugenommen. Warum immer mehr Menschen allergische Erkrankungen entwickeln, ist noch weitgehend ungeklärt.

Neurodermitis-Ursache 3: Reizweiterleitung des Nervensystems (neurovegetative Störungen)

Bei Menschen mit Neurodermitis reagieren die Nervenzellen auf bestimmte Botenstoffe der Signalübertragung verändert. Manche Signale verursachen eine stärkere Reaktion als gewöhnlich, andere eine verminderte.

Ein Beispiel für solch eine übertriebene Signalübertragung ist der weiße Dermographismus: Wird die Hautoberfläche gereizt − zum Beispiel durch Kratzen mit den Fingernägeln − entsteht eine weiße Linie, die kurzzeitig sichtbar bleibt. Sie zeigt, dass in der Haut bestimmte Botenstoffe freigesetzt werden, die eine Entzündung und weitere Reaktionen des Immunsystems verursachen.

Neurodermitis-Ursache 4: Barrierefunktion der Haut

Als wichtige Neurodermitis-Ursache gilt auch eine Veränderung der Oberhaut (Epidermis) und/oder der schützenden Lipidschicht. Die Hautbarriere ist gestört. Dadurch können zum Beispiel Krankheitserreger, aber auch Allergene leichter in die Haut eindringen und zu Reaktionen des Immunsystems, wie Entzündungen, führen. Darüber hinaus ist eine trockene Haut für den typischen Juckreiz mitverantwortlich. Die sogenannte Juckreizschwelle (also der Punkt, ab dem ein Reiz als Juckreiz empfunden wird) ist beim Neurodermitiker niedriger als bei nicht betroffenen Menschen. Durch das Kratzen wird die Hautbarriere weiter geschädigt − ein Teufelskreis entsteht. Der Aktivstoff Extremoin (in Remitan Trockene Haut  ) legt sich wie ein Schutzfilm auf die Haut und repariert die Hautbarriere.

Neurodermitis-Auslöser aus der Umwelt

Ist die Veranlagung für eine Neurodermitis vorhanden, können zahlreiche Auslöser zum ersten Auftreten der Hauterkrankung führen und zudem den weiteren Krankheitsverlauf beeinflussen. Welche Einflussfaktoren das genau sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei all den schubauslösenden Faktoren gilt aber: Ohne eine entsprechende Veranlagung können sie zwar einen Einfluss auf die Hautgesundheit haben, jedoch alleine keine Neurodermitis verursachen. Mitunter begünstigen sie jedoch, dass ein atopisches Ekzem erstmals sichtbar wird.

Eine Theorie besagt zum Beispiel, dass die verbesserten hygienischen Bedingungen, die zu selteneren Infektionserkrankungen in der Kindheit führen, zu den Neurodermitis-Ursachen zählen. Diese sogenannte Hygiene-Hypothese wird beispielsweise dadurch unterstützt, dass die jüngsten Geschwister einer Familie das geringste Erkrankungsrisiko aufweisen. Sie kommen durch ältere Kinder bereits frühzeitig mit Krankheitserregern in Kontakt. Auch Kinder, die innerhalb der ersten zwei Lebensjahre eine Kinderbetreuung besuchen, erkranken seltener an Neurodermitis.

Möglicher Neurodermitis-Auslöser: Blühende Wiese

Allergien gegen Gräserpollen können einen Neurodermitis-Schub auslösen und das Krankheitsbild verschlechtern.

Lange Zeit war es lediglich eine Vermutung, dass Allergien einen direkten Einfluss auf den Verlauf der Neurodermitis haben. Inzwischen konnten Wissenschaftler nachweisen, dass Gräserpollen einen Neurodermitis-Schub auslösen beziehungsweise das Krankheitsbild verschlechtern können. Weitere Allergene, die bei einer entsprechenden Veranlagung auch das Auftreten einer Neurodermitis begünstigen, sind zum Beispiel:

  • Lebensmittel, z.B. Milch, Ei, Weizen, Tomaten, Zitrusfrüchte, Nüsse
  • Tierhaare
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilze, z.B. in den Wohnräumen
  • in Farbstoffen von Kleidung oder Lebensmitteln
  • in Körperpflegeprodukten, z.B. Creme, Duschgel, Shampoo

Im Volksmund wird die Neurodermitis häufig mit einer Allergie gleichgesetzt. Das ist jedoch medizinisch nicht korrekt: Nicht jeder Allergiker leidet unter Neurodermitis. Genauso entwickelt nicht jeder Neurodermitiker eine Allergie.

À propos Neurodermitis und Allergien: Ein Ansatz bei juckenden Hautkrankheiten macht sich das Prinzip der Hyposensibilisierung bei Allergien zunutze. Bei einer Hyposensibilisierung wird dem Allergiker das Allergen in anfangs geringer Dosis verabreicht, bis sich der Körper daran gewöhnt – und das Allergen keine Immunreaktion mehr auslöst. Das rezeptfreie Arzneimittel bei juckenden Hautkrankheiten namens Zyarin  funktioniert ähnlich: Es enthält einen natürlichen Wirkstoff, der eigentlich starke Hautreizungen auslöst. In geringer Dosis allerdings kann er juckende Hautkrankheiten bekämpfen.

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Neben Allergien gibt es noch zahlreiche weitere Faktoren, die Einfluss auf eine Neurodermitis haben. Studien deuten darauf hin, dass sogar ein hoher Calciumcarbonat-Gehalt des Trinkwassers dabei eine Rolle spielt: Die Untersuchungen zeigten, dass das sogenannte „harte“ Wasser das Risiko, ein atopisches Ekzem zu entwickeln, bei Klein- und Schulkindern erhöhen kann. Die genauen Zusammenhänge konnten Forscher allerdings noch nicht entschlüsseln.

Akuter Neurodermitis-Schub: Ursachen

Besteht eine Neurodermitis, gibt es viele Ursachen, die einen akuten Schub auslösen können. Auch hier gilt: Welche Einflussfaktoren das sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Typische Faktoren sind etwa:

  • Klima: z.B. Kälte, Wind, Hitze, trockene Heizungsluft
  • Hautirritationen: z.B. durch Schwitzen, übertriebene bzw. falsche Körperhygiene (zu häufiges Händewaschen oder Baden, Verwendung von austrocknenden oder unverträglichen Reinigungs- oder Körperpflegeprodukten), ungeeignete Kleidung (z.B. Wolle), Putzmittel (z.B. Chlor, auch in Schwimmbädern)
  • Infekte

Außerdem kann die Psyche eine Ursache von Neurodermitis sein: Stress ist ein bekannter Neurodermitis-Auslöser. Darüber hinaus begünstigen hormonelle Veränderungen einen Neurodermitis-Schub, wie etwa bei einer Schwangerschaft.

3. Neurodermitis-Symptome: Ekzem und Juckreiz

Die typischen Symptome bei Neurodermitis sind Ekzeme (eine bestimmte Form von Hautausschlag). Dadurch erklärt sich auch die medizinische Bezeichnung der Neurodermitis als atopisches Ekzem. Außerdem gilt Juckreiz als charakteristisches Neurodermitis-Anzeichen. Dieser tritt vor allem nachts auf und führt dazu, dass viele Betroffene unter Schlafproblemen leiden. Bei Kindern gehört Neurodermitis sogar zu den häufigsten Ursachen von Schlafstörungen.

Das Ekzem kann sehr unterschiedlich aussehen. Typische Erscheinungsbilder sind zum Beispiel:

  • Erythem: gerötete Hautpartien
  • Papeln: runde oder ovale Hautknötchen mit weniger als 5 mm Durchmesser
  • Lichenifikation: Verdickung der Haut und Vergröberung ihrer Struktur, was zu einem lederartigen Aussehen führt
  • Vesikel: flüssigkeitsgefüllte Bläschen von bis zu 5 mm Durchmesser

Im Laufe des Lebens verändert sich das Aussehen der Neurodermitis. Auch die Ausbreitung des Ekzems unterscheidet sich je nach Lebensalter.

Neurodermitis-Symptome beim Baby

Meist zeigt sich Neurodermitis bei Babys im Gesicht. Auch die behaarte Kopfhaut ist eine typische Hautpartie, an der Neurodermitis bei Neugeborenen erstmals auftritt. Optisch zeigt sich in diesem Alter der sogenannte Milchschorf bei Babys: Insbesondere Stirn, Wangen und die Kopfhaut sind gerötet und von gelb-bräunlichen bis weiß-grauen Krusten bedeckt. Die Neurodermitis an der Kopfhaut nässt häufig. Bei Kleinkindern bis zu einem Alter von etwa ein bis zwei Jahren zeigen gelegentlich auch die Streckseiten der Arme und Beine Neurodermitis-Symptome. Die Windelregion bleibt meist verschont vom atopischen Ekzem.

Neurodermitis-Symptome bei Kindern

Im Kindesalter verlagert sich das atopische Ekzem auf die Beugeseiten, hauptsächlich Ellen- und Kniebeugen. Außerdem zeigt sich Neurodermitis auch im Gesicht und am Hals. Insgesamt wird die Haut immer trockener, und das Ekzem macht sich vor allem durch extrem trockene Stellen, Papeln und Schüppchen bemerkbar. Die betroffenen Hautpartien verdicken sich.

Neurodermitis-Symptome bei Jugendlichen und Erwachsenen

Mittelschwere Form der Neurodermitis an den Händen

Bei Jugendlichen und Erwachsenen kommen auch Handekzeme vor, oft in der Handinnenfläche.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen zeigt sich Neurodermitis hauptsächlich im Gesicht und am Rumpf, vor allem im Brustbereich. Auch der Hals, die Ellenbeugen und Kniekehlen können weiterhin betroffen sein. Das Ekzem bei Erwachsenen ist oft flächig, die betroffenen Hautstellen lederartig. Doch auch Hautknötchen treten auf. Bei Jugendlichen und Erwachsenen mit Neurodermitis sind teilweise die Hände betroffen − vor allem, wenn sie Berufe ausüben, bei denen die Hände mit reizenden Stoffen oder Feuchtigkeit in Berührung kommen. Eine Sonderform der Neurodermitis bei Erwachsenen ist die Prurigo-Ausprägung. Dabei bilden sich als Symptome der Neurodermitis stark juckende Knoten und Knötchen, meist an den Schultern und den Armen. Auch ein atopisches Analekzem kann entstehen.

Gelegentlich treten Minimalvarianten auf. In diesem Fall zeigt sich die Hauterkrankung nur durch vereinzelte Neurodermitis-Symptome, zum Beispiel:

  • Risse (Rhagaden) am Übergang der Ohrläppchen zum Kopf
  • Entzündung der Lippen (Cheilitis)
  • eingerissene Mundwinkel, um die sich Entzündungen bilden können (Mundwinkelrhagaden, „Faulecken“)

Häufig erkennt man Neurodermitis-Symptome an den Augen. Die „doppelte Lidfalte“ (Dennie-Morgan-Falte) ist ein typisches Zeichen einer atopischen Erkrankung wie der Neurodermitis. Am Auge – genauer gesagt am Augenlid – tritt außerdem häufig das charakteristische Ekzem auf.

4. Neurodermitis erkennen: Diagnose

Für den Laien ist es oft nicht einfach, Neurodermitis zweifelsfrei zu erkennen und von anderen Hauterkrankungen wie zum Beispiel einer Schuppenflechte (Psoriasis) zu unterscheiden. Deshalb sollte die Neurodermitis-Diagnose ein Facharzt stellen. Dieser verwendet die medizinischen Begriffe atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis, wenn er eine Neurodermitis feststellt.

Bei Erwachsenen ist der Hautarzt (Dermatologe) der richtige Ansprechpartner für die Neurodermitis-Diagnose. Bei Kindern stellt häufig der Kinderarzt erstmalig ein atopisches Ekzem fest. Bei Bedarf kann er zur weiteren Abklärung oder Behandlung an einen Hautarzt überweisen.

Es gibt keinen einfachen Neurodermitis-Test. Um eine Diagnose zu stellen, sind deshalb mehrere Schritte notwendig. Zu Beginn führt der Arzt eine Anamnese durch, d.h. er erfragt die Krankheitsgeschichte des Patienten. Dabei geht er auf den Betroffenen selbst und relevante Hauterkrankungen sowie Allergien in seiner Familie ein. Bei Erwachsenen ist außerdem der Beruf wichtig: So stellt der Arzt fest, ob Kontakt mit möglichen Neurodermitis-auslösenden Stoffen besteht. Außerdem erfragt der Arzt zum Beispiel:

  • Wann haben Sie das Hautekzem erstmals bemerkt?
  • Konnten Sie bereits spezielle Auslöser des Hautausschlags identifizieren, z.B. bestimmte Lebensmittel, Körperpflegeprodukte oder Waschmittel?
  • Leiden Sie unter Allergien, z.B. Heuschnupfen oder einer Hausstauballergie (Hausstaubmilbenallergie)?
  • Hatten Sie in der Zeit, in welcher der Hautausschlag aufgetreten ist, vermehrt Stress oder andere psychische Belastungssituationen?

Anschließend untersucht der Arzt die gesamte Haut, inklusive der Schleimhäute und Hautanhangsorgane (Haare, Nägel). Dabei achtet er auf möglicherweise von Neurodermitis betroffene Hautpartien und wie der Ausschlag genau aussieht. Denn: Verschiedene Hauterkrankungen folgen bestimmten typischen Verteilungsmustern. Das atopische Ekzem zeigt sich zum Beispiel vor allem auf den Beugeseiten der Arme und Beine, insbesondere den Ellen- und Kniebeugen. Die Schuppenflechte tritt dagegen hauptsächlich auf den Streckseiten der Ellenbogen oder Knie auf.

Die genaue Begutachtung der Neurodermitis im Rahmen der Diagnose ist wichtig, um den Erfolg einer Behandlung auch messen zu können. Für die Schweregrad-Einteilung gibt es verschiedene Bewertungsskalen, die beispielsweise Vorkommen und Ausprägung des Ekzems sowie weitere Symptome wie Juckreiz oder Schlafprobleme berücksichtigen.

Allergietest bei Neurodermitis-Diagnose

Allergietest im Rahmen der Neurodermitis-Diagnose: Arzt trägt Testlösung auf den Unterarm auf

Im Rahmen der Neurodermitis-Diagnose ist häufig ein Allergietest sinnvoll, um mögliche Auslöser zu identifizieren.

Nach der Blickuntersuchung (Inspektion) veranlasst der Arzt einen Allergietest. Bereits im Laufe des Gesprächs zeigen sich erste Ansatzpunkte, ob oder welche Allergien bestehen könnten. Diesem Verdacht geht der Arzt nach, zum Beispiel mit einem Prick-Test. Dabei werden Allergenlösungen auf die Haut aufgebracht. Anschließend wird die Haut oberflächlich angeritzt, damit die Allergene schneller in die Haut eindringen. Nach etwa 15 Minuten wird dokumentiert, ob sich allergische Reaktionen zeigen, zum Beispiel:

  • Hautrötungen
  • Schwellungen
  • Juckreiz
  • Quaddeln

Bei Erwachsenen wird in der Regel die Innenseite des Unterarms für den Prick-Test genutzt. Bei Kindern wird er aus Platzgründen oft auf dem Rücken durchgeführt.

Besteht der Verdacht, dass eine Kontaktallergie die Neurodermitis auslöst, ordnet der Arzt einen Epikutantest an. Dabei verbleiben die zu testenden Proben mehrere Tage auf der Haut. Sie werden auf dem Rücken aufgetragen und mit einem speziellen Pflaster abgedeckt. Anschließend wird kontrolliert, ob die Haut auf die Testsubstanzen reagiert − zum Beispiel nach 48, 72 und 96 Stunden.

Ein Allergietest kann neben den relativ harmlosen Hautreaktionen auch zu schwereren allergischen Reaktionen führen, die den gesamten Körper betreffen. Folgen könnten zum Beispiel Atemnot, Schwindel oder ein plötzliches Absinken des Blutdrucks sein. In seltenen Fällen können auch extreme Reaktionen auftreten: Ein anaphylaktischer Schock beispielsweise kann akut lebensbedrohlich verlaufen.

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Vereinzelt benötigt der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie), um eine Neurodermitis zweifelsfrei zu erkennen. Eine Blutuntersuchung ist dagegen in der Regel nicht notwendig. Gelegentlich wird der IgE-Wert im Blut gemessen. IgE steht für Immunglobulin E. Dabei handelt es sich um Antikörper, die ein wichtiger Teil des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem) sind. IgE ist an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt, aber auch für die Entstehung von Allergien verantwortlich. Daher ist die IgE-Bestimmung kein eindeutiger Neurodermitis-Test: Ein erhöhter Wert zeigt lediglich die Neigung zu allergischen Erkrankungen, ist aber nicht allein für ein atopisches Ekzem charakteristisch. Andererseits gibt es auch Menschen mit einer atopischen Dermatitis, bei denen die IgE-Antikörper nicht erhöht sind. Im Rahmen eines Allergie-Tests kann der IgE-Test sinnvoll sein.

5. Neurodermitis-Behandlung: Creme, Tabletten und mehr

Viele Betroffene stellen sich die Frage: Was hilft gegen Neurodermitis? Die Neurodermitis-Behandlung umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, die auf die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen abgestimmt sind. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, persönliche Auslöser der Beschwerden zu reduzieren oder ihnen ganz aus dem Weg zu gehen. Außerdem besteht die Neurodermitis-Behandlung aus einer an die Symptome angepassten Basistherapie und Maßnahmen gegen Entzündungen.

In den meisten Fällen erfolgt die Neurodermitis-Behandlung zu Hause, also ambulant. In sehr schweren Fällen ist jedoch eine stationäre oder teilstationäre Aufnahme in eine auf Neurodermitis spezialisierte Klinik oder Fachabteilung eines Krankenhauses möglich.

Die Neurodermitis-Therapie folgt einem Stufenschema: Je nach Schweregrad, Ausbreitung und Ort des atopischen Ekzems sowie nach Alter entwickelt der Arzt in Absprache mit dem Betroffenen einen individuellen Behandlungsplan. Dieser kann Verfahren zur äußerlichen Anwendung und/oder Therapien, die von innen auf den gesamten Körper einwirken (Systemtherapie) beinhalten. Gegebenenfalls kommen auch komplementärmedizinische (ergänzende) Verfahren infrage.

Das Stufenschema sieht vier Therapiestufen vor:

Stufe 1 − Trockene Haut

Die Stufe 1 der Neurodermitis-Behandlung besteht aus einer örtlichen (topischen) Basistherapie und der Vermeidung der individuellen Neurodermitis-Auslöser. Die Haut fordert bei einer Neurodermitis stets eine optimale Pflege, denn durch die geschädigte Hautbarriere entweicht ständig Feuchtigkeit und die Haut trocknet aus. Selbst wenn momentan keine Ekzeme vorhanden sind, leiden Neurodermitiker unter trockener Haut. Wichtig ist, die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Inzwischen gibt es sogar ein Hautpflegeprodukt (Remitan Trockene Haut ), das die geschädigte Hautbarriere „reparieren“ kann. Es enthält einen Stoff namens Extremoin, der sich wie ein Schutzfilm auf die Haut legt.

Bei der Auswahl der richtigen Neurodermitis-Pflege ist es sinnvoll darauf zu achten, dass sie keines der häufigen Kontaktallergene enthält. Um die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, empfehlen die Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft eine Basistherapie mit Harnstoff (Urea) und Glycerin. Bevor neue Produkte großflächig am ganzen Körper angewendet werden, sollte an einer kleinen Stelle getestet werden, ob die Haut darauf reagiert.

Stufe 2 − Leichte Neurodermitis (leichte Ekzeme)

Gegen eine leichte Neurodermitis verschreibt der Arzt neben den Maßnahmen der Stufe 1 in der Regel zunächst eine Salbe oder Creme mit leichten Glukokortikoiden (im Volksmund verallgemeinernd als „Cortison“ bezeichnet), mit denen die betroffenen Hautpartien behandelt werden. In manchen Fällen sind Glukokortikoide jedoch keine Möglichkeit – beispielsweise bei Unverträglichkeiten, bei zu erwartenden anhaltenden Nebenwirkungen oder wenn die atopische Dermatitis an besonders empfindlichen Hautpartien wie im Gesicht oder Genitalbereich auftritt.

Bisher waren chemische Präparate meist die einzige Möglichkeit, Neurodermitis zu lindern. Dieser Effekt dauert oft nur für kurze Zeit an, birgt aber zahlreiche Nebenwirkungen. Der Ansatz von Zyarin  hilft effektiv bei juckenden Hautkrankheiten – ganz ohne Cortison.

Bei leichter Neurodermitis der Stufe 2 kommen außerdem Wirkstoffe aus der Gruppe der Calcineurinhemmer zur örtlichen Anwendung auf der Haut in Frage. Bei Bedarf ist auch eine Kombination aus Glukokortikoid-Creme gegen Neurodermitis und Calcineurinhemmern möglich.

Frau mit Creme-Topf: Neurodermitis-Behandlung mit Creme

Die Neurodermitis-Behandlung richtet sich unter anderem nach dem Schweregrad. Meist verschreibt der Arzt bei Neurodermitis eine Creme.

Stufe 3 − Moderate Neurodermitis (mittelschwere Ekzeme)

Zusätzlich zu den Behandlungsmöglichkeiten der vorherigen Stufen können stärker wirksame Glukokortikoide (höhere Konzentration als in Stufe 2 oder andere Wirkstoffe) oder Calcineurinhemmer als Salbe oder Creme gegen Neurodermitis helfen.

Stufe 4 − Schwere Neurodermitis (anhaltende, schwer ausgeprägte Ekzeme)

Die Maßnahmen der vorherigen Therapiestufen (Salben oder Cremes gegen Neurodermitis) reichen bei einer schweren Form allein nicht mehr aus. In diesem Fall verschreibt der Arzt Medikamente zum Einnehmen, die (systemisch) auf den gesamten Körper wirken. Als Mittel gegen schwere Neurodermitis eignen sich Wirkstoffe, die das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) beeinflussen. Diese Medikamente werden als Immunmodulatoren bezeichnet. In der Regel werden sie über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten eingenommen, in schweren Fällen auch länger, sofern der Betroffene sie als Mittel gegen Neurodermitis gut verträgt.

DERMAEXPERTEN: Unser Tipp

Eine Behandlung mit Immunmodulatoren kann das Hautkrebsrisiko erhöhen. Um weitere Risiko-Faktoren wie UV-Strahlung zu vermeiden, sollten Betroffene während der Behandlungszeit auf einen Sonnenschutz mit sehr hohem Lichtschutzfaktor achten. Der Remitan Sonnenschutz   ist mit LSF 30, 50 und sogar 90 erhältlich und eignet sich für empfindliche und zu Allergien neigende Haut. Die Hautverträglichkeit wurde mit „sehr gut“ bewertet.

Blume im Hintergrund

Neurodermitis mit Creme oder Salbe behandeln

In den Stufen 2 und 3 kann je nach Symptomen der Neurodermitis zusätzlich eine Creme oder Salbe mit juckreizlindernden oder keimtötenden Wirkstoffen sinnvoll sein.

Bei einer Neurodermitis-Behandlung mit Glukokortikoiden (Cortison) gilt: Nicht dauerhaft anwenden und auf einen guten Sonnenschutz achten! In der Regel wird bei Neurodermitis eine Creme oder Salbe ein- bis zweimal täglich dünn auf das Ekzem aufgetragen. Der Sonnenschutz ist wichtig, um zu vermeiden, dass sich Pigmentflecken oder sogar Melanome auf der Haut bilden. Hilfe bei juckenden Hautkrankheiten auch ohne Cortison bietet das rezeptfreie Arzneimittel Zyarin  : Sein natürlicher Wirkstoff kann juckende Hautkrankheiten bekämpfen und ist dabei gut verträglich.

Ist der Hautausschlag abgeheilt, wird die Akuttherapie abgesetzt und mit der Basispflege fortgefahren. Daneben gibt es die Möglichkeit einer Intervalltherapie mit dafür geeigneten Wirkstoffen (bestimmte Glukokortikoide). Dabei erfolgt die Behandlung der Neurodermitis mit Cremes oder Salben für einen begrenzten Zeitraum, auch über die Abheilung des Ekzems hinaus.

An die Akuttherapie kann sich eine mehrmonatige (meist drei Monate) Nachbehandlung anschließen. In diesem Zeitraum werden die betroffenen Hautbereiche ein- bis zweimal pro Woche weiter mit dem Wirkstoff eingecremt. Ärzte bezeichnen dies auch als proaktive Therapie. Diese kann einem erneutem Neurodermitis-Schub vorbeugen

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Calcineurinhemmer sind seit 2002 zur Neurodermitis-Behandlung bei Betroffenen ab dem dritten Lebensjahr (bestimmte Wirkstoffe und Dosierungen erst ab dem 17. Lebensjahr) zugelassen. Während der Behandlung empfehlen Dermatologen einen wirksamen Sonnenschutz, da die Wirkstoffe die Haut lichtempfindlicher machen können. Wie bei den cortisonhaltigen Präparaten sollte die Behandlung auch bei Calcineurinhemmern zeitlich begrenzt sein. Bei Infektionen der Haut mit Viren (z.B. Herpes-Viren) ist es empfehlenswert, die Wirkstoffe vorübergehend abzusetzen.

Lichttherapie bei Neurodermitis

Ab Therapiestufe 2 ist häufig eine UV-Therapie (Lichttherapie, Phototherapie) sinnvoll. Diese darf jedoch nicht mit Calcineurinhemmern oder dem Wirkstoff Ciclosporin A, der das Immunsystem beeinflusst, kombiniert werden. Experten empfehlen die Lichttherapie bei Neurodermitis für Erwachsene. Bei Kindern ab 12 Jahren kann der Arzt die Phototherapie nach Abschätzung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses in Erwägung ziehen.

Bei der Lichttherapie wird die Haut zunächst mithilfe eines Salzbades bzw. durch das Auftragen eines Pflanzenextrakts namens Psoralen behandelt. Dadurch wird sie empfänglicher gegenüber den UV-Strahlen. Danach geht es in die Lichtkammer mit UVA-Strahlen. Diese hemmen Entzündungszellen, wodurch die Haut sich erholen kann.

Nicht-medikamentöse Behandlungsformen bei Neurodermitis

Neben der individuell angepassten Neurodermitis-Behandlung ist auch eine Neurodermitisschulung sinnvoll. Experten empfehlen die Schulung ab dem 13. Lebensjahr für Menschen mit chronischer bzw. schubweise auftretender Neurodermitis. Für betroffene Kinder bis zum 7. Lebensjahr besuchen auch nur die Eltern eine Schulung; ist das Kind acht bis 12 Jahre alt, können Eltern einen gemeinsamen Besuch in Betracht ziehen.

Im Rahmen einer Neurodermitisschulung erhalten die Teilnehmer altersgerechte Informationen zu der Hauterkrankung, möglichen Auslösern und deren Vermeidung. Weitere Inhalte sind:

  • Informationen zu den verschiedenen Neurodermitis-Stadien und ihrer Behandlung (Stufentherapie)
  • Tipps zur Umsetzung der Therapie im Alltag
  • Bewältigungsstrategien von körperlichen, psychischen und familiären Belastungen im Zusammenhang mit der Neurodermitis
  • Tipps zum Umgang mit Juckreiz
  • Informationen zur Ernährung
  • Entspannungsverfahren

Darüber hinaus können Neurodermitiker in Selbsthilfegruppen Unterstützung finden. Vielen Betroffenen fällt es leichter mit der Hauterkrankung umzugehen, wenn sie sehen wie andere ihren Alltag damit meistern.

Auch die Ernährung bei Neurodermitis ist wichtig. Allerdings gibt es keine allgemeinen Neurodermitis-Ernährungs-Tipps, die bei allen Betroffenen zu einer Verbesserung führen. Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie bekannte Neurodermitis-Auslöser − also Nahrungsmittel, gegen die eine Nahrungsmittelallergie besteht.

In schweren Fällen kann bei Neurodermitis eine Kur die Behandlung unterstützen, zum Beispiel im Rahmen einer Klimatherapie. Besonders wohltuend ist der Aufenthalt im Hochgebirge in mehr als 1.500 Metern Höhe oder am Meer, zum Beispiel der Nord- oder Ostsee. Das Reizklima kann das Immunsystem stärken und das Hautbild verbessern. Bei der Klimatherapie profitieren Neurodermitiker gleich mehrfach:

Die Luft in Meeresnähe bzw. im Gebirge ist sehr allergenarm, dadurch wird die Haut äußerlich nicht gereizt

Die kalte Luft kühlt betroffene Hautstellen und mindert somit den Juckreiz. Zudem regt sie den Stoffwechsel an.

Bei Therapien am Meer profitieren die Patienten auch vom Salzwasser: Es wirkt wie ein natürliches Peeling und befreit die Haut von Schüppchen. Dadurch können andere Therapiemaßnahmen wie Cremes oder Salben besser wirken.

UV-Strahlen regen die körpereigene Cortison-Produktion an. Cortison wiederum mildert Entzündungsreaktionen ab.

Manche Betroffene versuchen verschiedene komplementäre Neurodermitis-Therapien, zum Beispiel Homöopathie, Akupunktur oder Eigenbluttherapie. Bislang konnte jedoch bei keinem dieser Ansätze die Wirksamkeit wissenschaftlich zuverlässig bewiesen werden.

6. Chronischer Verlauf: Neurodermitis lässt sich nicht heilen

Neurodermitis hat einen chronischen Verlauf, d.h. Neurodermitis kann man bislang nicht heilen. Die auch als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem bezeichnete Hauterkrankung verläuft meist in Schüben. Das bedeutet, dass sich Phasen mit Ekzemen und beschwerdefreie Phasen abwechseln. Wie lange ein Neurodermitis-Schub oder die Zeit zwischen zwei Schüben (Remission) dauert, ist unterschiedlich.

Den genauen Neurodermitis-Verlauf kann niemand vorhersehen. Tritt die Neurodermitis bei Kindern auf, besteht die Möglichkeit, dass sie im Erwachsenenalter keine Probleme mehr verursacht. Je früher ein atopisches Ekzem aufgetreten ist, desto geringer sind jedoch die Chancen, dass es sich mit zunehmendem Alter vollständig zurückbildet. Weitere Anzeichen für einen chronischen Neurodermitis-Verlauf im Erwachsenenalter sind schwere Krankheitsschübe und eine familiäre Vorbelastung mit atopischen Erkrankungen.

DERMAEXPERTEN: Unser Tipp

Das rezeptfreie Arzneimittel Zyarin  ist sowohl bei chronischen Verlaufsformen als auch bei akuten Zuständen juckender Hautkrankheiten geeignet. Das Wirkprinzip unterscheidet sich von chemischen Arzneimitteln auf dem Markt: Zyarin setzt auf einen natürlichen Wirkstoff statt auf Cortison und ist dabei gut verträglich.

Blume im Hintergrund
Frau kratzt sich am Hals - möglicher Hinweis, dass die Neurodermitis einen chronischen Verlauf nimmt

Bei Erwachsenen ist Neurodermitis am Hals ein Zeichen dafür, dass die Hauterkrankung längerfristig Symptome verursachen könnte.

Entwickelt sich die Neurodermitis erst im Erwachsenenalter, bleibt sie mit großer Wahrscheinlichkeit bestehen, lässt aber meist in ihrer Intensität nach. Allerdings gibt es verschiedene Symptome die darauf hindeuten, dass die Neurodermitis bei Erwachsenen längerfristig andauern könnte. Dazu gehören:

  • Ekzeme im Gesicht
  • Ekzeme auf der Kopfhaut
  • Ekzeme am Hals
  • hoher IgE-Spiegel im Blut
  • langfristig anhaltende Ekzeme

Es gibt Fälle, in denen eine „Spontanheilung“ eintritt und Betroffene dauerhaft kein atopisches Ekzem mehr entwickeln. Dieser Neurodermitis-Verlauf ist jedoch eher selten. Bei mindestens 30 Prozent der betroffenen Kinder bleibt die Neurodermitis auch im Erwachsenenalter bestehen.

Da das atopische Ekzem zu den atopischen Erkrankungen gehört, gibt es eine Reihe von Krankheiten, die gleichzeitig auftreten können. Viele Betroffene entwickeln während dem Neurodermitis-Verlauf Heuschnupfen (Rhinitis allergica, allergische Rhinokonjunktivitis), Nahrungsmittelallergien oder Asthma.

Wie die Neurodermitis selbst, sind die Krankheiten nicht heilbar, können jedoch durch eine rechtzeitige Behandlung kontrolliert werden.

Eine Infektion kann zu Komplikationen führen

Bei einer Neurodermitis können im Verlauf eines Schubs verschiedene Komplikationen auftreten. Dazu zählen hauptsächlich Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze. Das veränderte Immunsystem und die vielen Risse sowie kleinen Wunden in der Haut erleichtern es Krankheitserregern in den Körper einzudringen. Dadurch kann es zu einer sogenannten Superinfektion kommen. Das bedeutet, dass mehrere Infektionen mit unterschiedlichen Krankheitserregern gleichzeitig auftreten.

Die Haut ist natürlicherweise von einer Vielzahl an Bakterien besiedelt. Normalerweise gelangen diese nicht ins Körperinnere und sind daher unproblematisch. Bei Neurodermitis können jedoch selbst diese „gewöhnlichen Hautbewohner“ Schwierigkeiten hervorrufen.

Besonders kritisch sind Infektionen mit Herpes-Viren, da diese in Verbindung mit dem atopischen Ekzem zu einem Eczema herpeticatum werden können. Dabei handelt es sich um einen entzündlichen Hautausschlag mit Bläschen und Pusteln, der stellenweise oder am ganzen Körper auftreten kann. Besonders häufig sind der Gesichts-, Hals- und Schulterbereich sowie der Rumpf betroffen. Zusätzlich treten Allgemeinsymptome wie Müdigkeit bzw. Abgeschlagenheit und hohes Fieber auf.

Einen besonderen Stellenwert haben Infektionen bei Neurodermitis an den Augen, da sie hier sehr schwerwiegende Komplikationen verursachen können. Infiziert sich die Neurodermitis an den Augen zum Beispiel mit Herpes-Viren, kann dies sogar zur Erblindung führen.

Seltene Neurodermitis-Komplikationen im fortgeschrittenen Verlauf sind:

  • Augenerkrankungen

z.B. Grüner Star (Glaukom) oder eine Hornhautveränderung, bei der diese immer dünner wird und sich kegelartig verformt (Keratokonus)

  • kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Die Haare fallen örtlich begrenzt aus und wachsen nicht wieder nach − die Folge sind vereinzelte kahle Stellen bei ansonsten normalem Haarwuchs

  • Wachstumsverzögerungen, verminderte Körpergröße

Schwerem Neurodermitis-Verlauf entgegenwirken

Mit einer guten Hautpflege während der Remission (d.h. schubfreien Zeit) und einer angemessenen Behandlung bei einem Neurodermitis-Schub, lässt sich das atopische Ekzem gut in den Griff bekommen. Remitan Trockene Haut   enthält den Aktivstoff Extremoin, der die Hautbarriere repariert und die Feuchtigkeitsspeicher der Haut langanhaltend auffüllt.

Dennoch stellt die Hauterkrankung für Betroffene zum Teil eine massive Belastung dar − sowohl körperlich als auch seelisch. Der Juckreiz und mögliche Infektionen sind sehr unangenehm, teilweise auch schmerzhaft. Die psychische Belastung führt dazu, dass Menschen mit Neurodermitis deutlich häufiger depressiv und ängstlicher als gesunde Personen sind. Zusätzlich erfahren Betroffene Ablehnung oder sogar soziale Ausgrenzung aufgrund ihres Hautausschlags.

Menschen mit Neurodermitis und gegebenenfalls ihre Angehörigen (bei Kindern v.a. Eltern und Geschwister) sollten deshalb den Umgang mit der Krankheit lernen, zum Beispiel im Rahmen einer Neurodermitisschulung. Bei einem schweren Neurodermitis-Verlauf ist auch eine Kur denkbar, bei der einerseits die Behandlung, andererseits auch die psychische Bewältigung der chronischen Hauterkrankung berücksichtigt wird.

7. Vorbeugung: Neurodermitis lässt sich nur bedingt vorbeugen

Neurodermitis vorbeugen: Schwangere kocht gesund

Mit einem gesunden Lebensstil während der Schwangerschaft können werdende Mütter einer Neurodermitis ihres Kindes bedingt vorbeugen.

Im Gegensatz zu vielen akuten Hauterkrankungen ist Neurodermitis nicht ansteckend. Beim Kontakt mit Betroffenen sind daher keine „Vorsichtsmaßnahmen“ notwendig.

Nach heutigem Wissensstand lässt sich die erbliche Veranlagung einer Neurodermitis nicht vermeiden. Allerdings gibt es verschiedene Maßnahmen, mit denen sich die Schwere der Neurodermitis vorbeugen lässt:

Neurodermitis vorbeugen = Allergien vorbeugen

1. Neurodermitis und Schwangerschaft/Stillzeit
Die Neurodermitis-Prävention beginnt bereits während der Schwangerschaft. In dieser Zeit und während des Stillens sollten Mütter besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten, die sie und das Kind mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt. Es ist nicht notwendig, auf bestimmte Lebensmittel vorsorglich zu verzichten. Dies gilt selbst für Nahrungsmittel, die Allergene enthalten. Bei Fisch gibt es sogar Hinweise darauf, dass der Verzehr während der Schwangerschaft und Stillzeit vor der Entstehung von Allergien schützen kann − natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Mutter unter keiner Fischallergie leidet.

Kinder mit einem erhöhten Risiko für eine Neurodermitis sollten während der ersten vier Lebensmonate gestillt werden. Ist dies nicht möglich, gibt es sogenannte hydrolysierte Säuglingsnahrung. Nicht zu empfehlen ist dagegen Säuglingsnahrung auf Soja-Basis, da die Soja-Allergie zu den häufigen Nahrungsmittelallergien gehört.

2. Neurodermitis und Darmflora

Studien zeigten, dass die Zusammensetzung der Darmflora und die Vielfalt ihrer verschiedenen Darmbakterien eine wichtige Rolle bei Hautproblemen spielen kann. Ein Ungleichgewicht in der Darmflora wird immer wieder mit Störungen des Hautbilds in Zusammenhang gebracht. Genau hier setzt Kijimea Derma an: Es enthält die Mikrokultur L. salivarius FG01, die einen Einfluss auf die Balance der Darmflora haben kann. Zusätzlich enthält Kijimea Derma die Nährstoffe Biotin und Riboflavin, die zur Erhaltung einer normalen Haut beitragen und damit die Stabilität und Gesundheit der Haut unterstützen.

Um zu testen, ob sich mittels Darmbakterien auch Neurodermitis vorbeugen lässt, haben Forscher die Ansiedlung von gesund geltenden Milchsäurebakterien (Laktobazillen) und Bifidobakterien im Darm unterstützt. Dabei wurde die Darmflora auf zwei verschiedene Arten beeinflusst:

  • Probiotika: lebende Mikroorganismen, die den Weg durch den Verdauungstrakt bis in den Darm überleben und sich dort ansiedeln. Im Darm können sie sich positiv auf die Gesundheit auswirken.
  • Präbiotika: für den menschlichen Körper unverdauliche Nahrungsbestandteile, die den Darmbakterien wie Bifido- und Milchsäurebakterien als Nahrung dienen.

Das Ergebnis: Sowohl Präbiotika als auch Probiotika konnten die Wahrscheinlichkeit senken, ein atopisches Ekzem zu entwickeln. Die Effekte zeigten sich, wenn die Mutter während der Schwangerschaft, nur das Kind oder Mutter und Kind die Prä- oder Probiotika eingenommen hatten.

Da die Studien jedoch in Bezug auf die verwendeten Bakterienstämme, Präbiotika, Zufuhrarten, Zeit und Dauer der Anwendung sehr unterschiedlich waren, sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Erkenntnisse zu sichern und konkrete Empfehlungen daraus abzuleiten.

3. Neurodermitis und Haustiere
Bei einem erhöhten Risiko für atopische Erkrankungen sollten Betroffene keine Katzen als Haustier halten. Auch Hunde erhöhen das Risiko für Allergien – für ein atopisches Ekzem dagegen nicht. Untersuchungen zufolge könnte der Kontakt zu Hunden in den ersten Lebensjahren das Neurodermitis-Risiko sogar senken. Hier besteht aber ebenfalls noch weiterer Forschungsbedarf.

Haut- und Kinderärzte empfehlen Familien mit einer entsprechenden Veranlagung deshalb meist weiterhin, generell auf ein Haustier zu verzichten.

4. Neurodermitis und Ernährung
Immer wieder wird diskutiert, ob man mit der richtigen Ernährung Neurodermitis vorbeugen kann. Bislang gibt es hierfür keine wissenschaftlichen Belege. Es gibt jedoch Hinweise, dass verschiedene Ernährungsgewohnheiten dem Auftreten einer Neurodermitis vorbeugen können, darunter der Verzehr von:

  • Obst und Gemüse
  • mediterraner Kost (hoher Anteil an Gemüse, Obst und Fisch, hochwertige Pflanzenöle)
  • Omega-3-Fettsäuren (bzw. ein günstiges Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren)
  • Milch (möglicherweise schützender Effekt durch Milchfett)

5. Weitere Faktoren zur Vorbeugung von Neurodermitis
Außerdem sind sich Wissenschaftler uneins, ob Vitamin D einen Einfluss auf die Entstehung atopischer Erkrankungen wie Neurodermitis hat. Hierzu ist die Studienlage bislang widersprüchlich.

Weitere Einflussfaktoren, die im Zusammenhang mit einem erhöhten Neurodermitis-Risiko stehen und daher vermieden werden sollten, sind zum Beispiel:

  • Schimmel und Feuchtigkeit
  • Rauchen (Aktiv- und Passivrauchen); Rauchen während der Schwangerschaft erhöht das Allergierisiko für das Kind
  • Schadstoffe in der Raumluft, z.B. Formaldehyd oder andere Stoffe (die bei neuen Möbeln oder nach Maler- und Renovierungsarbeiten ausdünsten)
  • Kfz-Abgase

Neurodermitis-Komplikationen vorbeugen

Schwerwiegenden Komplikationen bei Neurodermitis kann man vorbeugen, indem man die Haut gut pflegt und Ekzeme rechtzeitig und angemessen behandelt.

Achtung: Bei Hautinfektionen ist besondere Vorsicht geboten! Diese können ein atopisches Ekzem verstärken und besonders heftig verlaufen. Daher sollten Ansteckungsrisiken vermieden werden.

Neurodermitis vorbeugen mit der richtigen Kleidung?

In den vergangenen Jahren weckte antimikrobielle Kleidung die Neugier der Neurodermitis-Forscher. Damit Kleidungsstoffe antimikrobiell wirken können, werden sie mit Silbernitrat oder anderen keimtötenden Substanzen beschichtet. Inzwischen gibt es eine breite Auswahl an Kleidungsstücken: Neurodermitis-Overall, Handschuhe, Mützen, Schals, Strumpfhosen oder Unterhemden. Wer an einer chronischen Neurodermitis leidet, kann mithilfe von antimikrobieller Kleidung zusätzlichen Komplikationen vorbeugen.

Beachten Sie: Bei Spezialkleidung mit Silber zeigten Untersuchungen, dass die Keimbelastung (z.B. mit dem Hautkeim Staphylokokkus aureus) zwar niedriger ist als bei normaler Wäsche. Dennoch war der Wert höher als erwartet. Daher empfehlen viele Hautärzte, auch Silberwäsche täglich zu wechseln und bei 60 Grad zu waschen.

Ein Neurodermitis-Overall und andere Spezialkleidung ist sehr teuer. Die gute Nachricht: Manche Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten. In jedem Fall ist es sinnvoll, sich vor dem Kauf bei Ihrer Krankenkasse über finanzielle Unterstützung zu informieren.

Augen auf bei der Berufswahl − Neurodermitis-Schüben vorbeugen

Auch bei der Berufswahl sollten Menschen mit Neurodermitis einiges beachten, denn ihr Hautzustand kann sich durch bestimmte Tätigkeiten verschlechtern. Berufe, bei denen die Haut mit Stoffen in Kontakt kommt, die mitunter Neurodermitis (v.a. an den Händen) fördern, sind:

  • Friseur
  • Bäcker
  • Gärtner, Florist
  • Zahntechniker
  • Pflegeberufe
  • Elektroingenieur

Tritt ein atopisches Ekzem erst nach dem Einstieg in das Berufsleben auf, können Hautschutzmaßnahmen Neurodermitis-Schüben vorbeugen. Grundsätzlich ist das Tragen von Handschuhen empfehlenswert. In schweren Fällen oder wenn sich der direkte Hautkontakt mit den krankheitserregenden Stoffen nicht vermeiden lässt, sollten Betroffene zum Wohle ihrer Gesundheit auch eine Umschulung in Betracht ziehen.

Abgesehen von beruflichen Einflussfaktoren, sind Stress und andere psychische Belastungen mitunter Auslöser von Neurodermitis-Schüben. Dem kann man vorbeugen, indem man Stress weitgehend vermeidet und sich gezielt entspannt. Dabei helfen zum Beispiel Sport und spezielle Entspannungsverfahren, wie etwa Yoga, Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training.

Neurodermitis vorbeugen: Tipps für die Hautpflege

Mit der richtigen Hautpflege-Routine lassen sich Neurodermitis-Schübe vorbeugen und der Juckreiz lindern. Beachten Sie folgende Tipps:

  • Cremen Sie Ihre Haut mindestens zweimal täglich ein − bei Bedarf auch häufiger. Machen Sie sich das Eincremen zur Gewohnheit: z.B. morgens immer nach dem Duschen und abends vor dem Zubettgehen
  • Verwenden Sie für die Hautpflege und -reinigung nur Produkte, die speziell für Neurodermitiker entwickelt wurden. Sie sind besonders hautverträglich (z.B. Remitan Extremoin Schaum )
  • Hygiene ist beim Eincremen extrem wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Waschen Sie sich daher vorher gründlich die Hände. Verschließen Sie Ihre Hautpflege- und Reinigungsprodukte nach Gebrauch sorgfältig.
  • Anstatt ein Bad zu nehmen, sollten Neurodermitiker besser duschen. Das Wasser sollte nicht zu heiß sein. Außerdem ist es empfehlenswert, nicht länger als zehn Minuten zu duschen. Dadurch werden weniger Hautfette ausgewaschen.
  • Trocknen Sie sich nach dem Duschen vorsichtig ab. Vermeiden Sie es, die Haut mit dem Handtuch abzurubbeln. Nach dem Duschen muss die Haut immer eingecremt werden.

Quellen:

Allmacher C, Amon U. Analekzem: Tabuerkrankung mit hohem Leidensdruck. Online-Informationen der Pharmazeutischen Zeitung (Stand: 02/2011)

Amrinder JK. Adult-onset Atopic Dermatitis. Indian J Dermatol 2016; 61(6):662-663

Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Neurodermitis [atopisches Ekzem; atopische Dermatitis]. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/027 (Stand: 31.03.2015)

Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Allergieprävention – Update 2014. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 061/16 (Stand: 31.07.2014)

Moll I. Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2016

Neurodermitis: Hartes Wasser erhöht Risiko schon bei Kleinkindern. Online-Informationen des Deutschen Ärzteblatts (Stand: 18.05.2016)

Neurodermitis. Online-Informationen der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (Abruf: 12/2016)

Nutten S. Atopic Dermatitis: Global Epidemiology and Risk Factors. Ann Nutr Metab 2015; 66(suppl 1):8-16

Pollenflug verschlechtert die Neurodermitis. Online-Informationen des Deutschen Ärzteblatts (Stand: 16.06.2015)

Werfel T et al. Diagnostik und Stufentherapie der Neurodermitis. Dtsch Arztebl 2014; 111(29-30):509-519

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