Pigmentflecken


Datum: 17.05.2017

Ältere und jüngere Frau mit Pigmentflecken im Gesicht

1. Überblick: Was sind Pigmentflecken?

Pigmentflecken gehören zu den Pigmentstörungen der Haut. Darunter fassen Mediziner alle Arten einer veränderten Färbung (Pigmentierung) der Haut und der Schleimhäute zusammen. Die meisten Menschen in Mitteleuropa entwickeln im Laufe ihres Lebens Pigmentflecken. Die häufigste Art von Pigmentflecken sind Sonnen- bzw. Altersflecken.

Pigmentflecken sind meist nur ein kosmetisches Problem und in der Regel nicht gefährlich. Allerdings leiden Betroffene teilweise sehr an ihren Flecken, vor allem wenn diese an gut sichtbaren Stellen wie im Gesicht, an den Händen oder am Dekolleté vorkommen. Für die Behandlung eignet sich eine Spezialcreme namens Lentisol   mit einem einzigartigen Anti-Pigment-Komplex. Die darin enthaltenen mikroverkapselten Pigmente lassen die störenden Flecken im Gesicht sofort verschwinden. Der zudem enthaltene hautberuhigende Aktivstoff mildert sie längerfristig. Vor der UV-bedingten Entstehung neuer Flecken schützt der in Lentisol enthaltene hohe Lichtschutzfaktor 50+.

So entstehen Pigmentflecken

Die Zellen, welche für die Bildung der Hautfarbstoffe (Pigmente) verantwortlich sind, finden sich hauptsächlich in der untersten Schicht der Oberhaut (Epidermis) – der sogenannten Basalschicht (Stratum basale). Die farbbildenden Zellen heißen Melanozyten; sie produzieren den Farbstoff Melanin. Die Menge an Melanin im menschlichen Körper bzw. den verschiedenen Geweben bestimmt die Haut-, Haar- und Augenfarbe.

Bei Pigmentflecken lagert sich der Hautfarbstoff Melanin vermehrt in der Haut ein und es entstehen unregelmäßige, hell- bis dunkel-braune Flecken auf der Haut. Daher spricht man bei Pigmentflecken auch von einer Hyperpigmentierung („Überpigmentierung“). Enthält die Haut dagegen zu wenig Melanin, können Hautpartien entstehen, die heller (weißer) erscheinen als die umliegenden Bereiche (Hypopigmentierung/„Unterpigmentierung“). Hyperpigmentierung und Hypopigmentierung lassen sich zu dem Begriff Pigmentstörung zusammenfassen. Beide sind auf eine gestörte Funktion der Melanozyen zurückzuführen.

In der medizinischen Fachsprache werden Pigmentflecken oftmals auch Lentigo (Mehrzahl: Lentigines) genannt. Diese Bezeichnung wird in der Dermatologie weitläufig für alle Arten von fleckenförmigen Farbveränderungen der Haut verwendet. Streng genommen sind allerdings nur linsenförmige, flache Pigmentflecken auch Lentigines. Pigmentflecken können an der gesamten Hautoberfläche und an den Schleimhäuten auftreten.

Erhabene melanozytäre Naevi (Muttermale)

Melanozytäre Naevi sind im Gegensatz zu Pigmentflecken oftmals über die Hautoberfläche erhaben.

Hyperpigmentierung kann unterschiedlich entstehen:

  • Die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) produzieren mehr Melanin. Dieser Mechanismus liegt z.B. den häufig vorkommenden Lentigines solares („Sonnenflecken“) bzw. Lentigines seniles (Altersflecken, klassische Pigmentflecken) zugrunde.
  • Die Haut enthält grundsätzlich mehr pigmentbildende Zellen, wodurch es in bestimmten Bereichen ebenfalls zu einer erhöhten Melanin-Produktion kommt. Auf diese Weise entstehen sogenannte melanozytäre Naevi (Einzahl: melanozytärer Naevus), zu denen z.B. Muttermale bzw. Leberflecken gehören.

Der weitere Text bezieht sich lediglich auf Pigmentflecken, die durch eine erhöhte Melanin-Produktion entstehen.

Pigmentflecken lassen sich in erworbene und angeborene Pigmentflecken unterteilen:

Erworbene Pigmentflecken

Ärzte bezeichnen eine später auftretende Formen der Hyperpigmentierung, die durch verschiedene, innere und äußere Einflussfaktoren bedingt sind als erworbene Hyperpigmentierung. Bei nahezu jedem Menschen in Mitteleuropa kommt es irgendwann zu einer verstärkten Pigmentierung einzelner Hautpartien.

Sonnenbedingte Pigmentstörungen (Lentigo solaris, auch Lentigo senilis genannt) gelten als klassische Form von Pigmentflecken. Mehr Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten finden Sie in unserem Ratgeber.

Hautflecken bzw. Hautverfärbungen (Hyperpigmentierung), die aufgrund verschiedener innerer (z.B. durch Medikamenteneinnahme) oder äußerer Auslöser (z.B. UV-Licht) im Laufe des Lebens entstehen, werden erworbene Pigmentflecken genannt. Dazu gehören unter anderem:

  • Lentigo senilis (Altersflecken) bzw. Lentigo solaris („Sonnenflecken“): erworbene Pigmentflecken, die durch eine übermäßige UV-Einstrahlung und im Regelfall mit zunehmendem Alter entstehen. Sie zeigen sich als scharf begrenzte, eher hell gefärbte, braune Flecken auf Hautbereichen, die vornehmlich der Sonne ausgesetzt sind, z.B. Gesicht, Schultern, Dekolleté, Unterarme, Handrücken.
  • Sommersprossen (Epheliden): v.a. bei Menschen mit hellem Hauttyp (Typ I) auftretende Form der Hyperpigmentierung. Sie zeigen sich als rot-braune bis braune Pigmentflecken, die relativ klein sind und vor allem an Körperstellen vorkommen, die besonders häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, z.B. auf der Nase, den Wangen oder der Stirn. Sommersprossen verblassen häufig, wenn die UV-Belastung im Herbst und Winter nachlässt.
  • Chloasma/Melasma: erworbene Art von Pigmentflecken, die fast nur Frauen betrifft und überwiegend an der Stirn, den Schläfen, Wangen und im Bereich des Munds auftritt. Chloasma können sich als kleine braune Flecken oder größere, zusammenhängende und stärker pigmentierte Flächen der Haut äußern. Sie entstehen durch hormonelle Einflüsse, z.B. während einer Schwangerschaft.
  • Postinflammatorische Hyperpigmentierung: verstärkte Hautfärbung an Stellen, die zuvor entzündet waren. Nach Verletzungen wie Verbrennungen oder Schnittwunden bleiben oftmals für längere Zeit braune Flecken auf der Haut zurück. Allerdings hinterlassen auch viele Hauterkrankungen nach einem akuten Entzündungsschub eine Hyperpigmentierung auf der Haut, z.B. bei Neurodermitis.

Hilfe aus der Apotheke

Eine spezielle Creme gegen Pigmentflecken (Lentisol ) hilft dank effektivem 3-fach-Effekt:

  1. Sie lässt bestehende Pigmentflecken sofort verschwinden durch mikro-verkapselte Pigmente
  2. Der Aktivstoff Hydroxyphenoxypropionsäure reduziert vorhandene Pigmentflecken
  3. Eine spezielle Lichtschutzfilter-Kombination mit LSF 50+ schützt vor der Entstehung neuer UV-bedingter Pigmentflecken
Kompetenz aus der Apotheke: Apothekerin berät Kundin

Angeborene Pigmentflecken

Bei angeborenen Pigmentflecken ist die Veranlagung für die Hautflecken bereits bei Geburt vorhanden. Jedoch müssen zu diesem Zeitpunkt noch keine braunen Flecken auf der Haut sichtbar sein. Angeborene Pigmentflecken können auch erst im Laufe des Lebens sichtbar werden. So können Pigmentflecken bereits beim Baby oder erst im fortgeschrittenen Alter auftreten.

Es gibt verschiedene Arten von angeborenen Pigmentflecken, zum Beispiel:

  • Lentigo simplex: einzelne kleine, klar abgegrenzte braune Flecken auf der Haut, die höchstens linsengroß sind. Gelegentlich treten auch mehrere dieser angeborenen Pigmentflecken gemeinsam auf.
  • Café-au-Lait-Flecken („Milchkaffeeflecken“): scharf begrenzte, milchkaffeebraune Pigmentflecken, die meist unregelmäßig geformt sind. Die Größe von Café-au-Lait-Flecken variiert sehr stark − sie können wenige Millimeter bis einige Zentimeter groß sein. Café-au-Lait-Flecken treten einzeln oder der gesammelt in einem größeren Bereich.
  • „Mongolenfleck“: ein einzelner großer, grau-blauer Hautfleck mit verwaschenen Rändern, der v.a. im oberen Gesäß-Bereich auftritt. Der Mongolenfleck ist angeboren und kommt vorwiegend bei Menschen mit einem dunklen Hauttyp (Typ IV und V) vor.

Sind Pigmentflecken gefährlich?

Pigmentflecken sind in den meisten Fällen völlig harmlos. Sind Pigmentflecken jedoch die Folge extremer Sonnenbestrahlung, stellen sie einen Lichtschaden dar und können der Wegbereiter für die Entstehung von Hautkrebs sein. Gelegentlich kann ein Pigmentfleck einer Hautkrebs-Vorstufe (Lentigo maligna) ähneln. Aus dieser Lentigo maligna kann sich im weiteren Verlauf eine bestimmte Art von Hautkrebs entwickeln: das Lentigo maligna-Melanom.

Um sich vor den gefährlichen Folgen übermäßiger Sonneneinstrahlung zu schützen, sollten Sie immer auf einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) achten. Remitan Sonnenschutz   ist mit LSF 30, 50 und sogar 90 erhältlich und enthält einen gleichwertigen UVA- und UVB-Filter.

2. Pigmentflecken-Ursachen

Pigmentflecken haben vielfältige Ursachen. Pigmentflecken-Ursachen können erworben oder angeboren sein. Die klassischen Pigmentflecken (z.B. Altersflecken) entstehen durch eine übermäßige Pigmentierung (Hyperpigmentierung) der Haut: Produzieren die pigmentbildenden Zellen vermehrt den Farbstoff Melanin, lagert sich dieser in der Haut ein und wird in Form von Pigmentflecken sichtbar. Doch auch andere innere und äußere Einflussfaktoren können für die Bildung von Pigmentflecken verantwortlich sein. Häufige Pigmentflecken-Ursachen sind:

  • UV-Strahlung
  • Medikamente
  • Hormonelle Veränderungen (z.B. Schwangerschaft)
  • Alterungsprozess
  • Entzündungen
  • Hautkrankheiten etc.

Pigmentflecken-Ursache: UV-Strahlung

Frau mit Sonnenhut: Melanin wirkt wie ein Sonnenhut für die Zellkerne der Hautzellen

Der Hautfarbstoff Melanin setzt sich wie ein Sonnenhut auf die Zellkerne der Hautzellen und schützt sie vor der UV-Strahlung, welche eine der wichtigsten Pigmentflecken-Ursachen ist.

Die UV-Strahlung ist bei erworbenen Pigmentflecken eine der häufigsten Ursachen. Sie spielt bei einer Vielzahl unterschiedlicher Pigmentstörungen eine Rolle. Die wichtigste Quelle von UV-Strahlung im Alltag ist das Sonnenlicht. Die Bedeutung der Sonne bei der Entstehung von Pigmentflecken zeigt sich bei einigen Formen der Hyperpigmentierung bereits am Namen: Lentigo solaris (Mehrzahl: Lentigines solares) bedeutet wörtlich übersetzt „Sonnenfleck“. Die Entstehung von Sommersprossen wird ebenfalls durch das Sonnenlicht aktiviert. Doch auch bei anderen Arten von Pigmentflecken, deren Namen nicht auf Sonnenlicht als Auslöser schließen lassen, spielt die UV-Strahlung eine wichtige Rolle: sie verstärkt beispielsweise hormonell bedingte Pigmentstörungen. Auch bei Sommersprossen (Epheliden) ist das Sonnenlicht der Auslöser.

Manche Menschen haben – zusätzlich zum Sonnenlicht – mit künstlichen UV-Quellen Kontakt, etwa in Solarien oder im Zuge ihres Berufs (z.B. Schweißer, Lackierer oder Reinigungspersonal, das UV-Desinfizierungen vornimmt). Egal ob natürliche oder künstliche UV-Strahlung, die Wirkung ist immer gleich: UV-Strahlung dringt in die Haut ein und regt Melanozyten zur Produktion des Pigments Melanin an.

Die Hauptaufgabe von Melanin besteht darin, die Hautzellen vor dem schädigenden Einfluss des Sonnenlichts zu schützen: Melanin nimmt die UV-Strahlung auf, wandelt sie in Wärme um und verhindert dadurch, dass das UV-Licht in den Zellkern eindringt und dort das Erbgut der Hautzelle schädigt.

Hilfe aus der Apotheke

Bei bereits bestehenden, sonnenbedingten Pigmentflecken hilft die Spezialcreme Lentisol auf 3 Ebenen: Sie kaschiert vorhandene Pigmentflecken, reduziert sie sichtbar und kann vor der Entstehung neuer Pigmentflecken schützen.

Beratung aus der Apotheke: Apotheker hilft junger Kundin

Bildet sich vermehrt Melanin, bräunt sich die Haut. Überschüssiges Melanin kann sich jedoch auch in bestimmten Hautpartien ansammeln und dort einlagern. Dann wird es als Pigmentfleck an der Hautoberfläche sichtbar. Von Hautflecken sind vorwiegend die Körperregionen betroffen, die dem Sonnenlicht besonders oft ausgesetzt sind. Daher entstehen braune Flecken hauptsächlich

  • im Gesicht (Stirn, Wange, Oberlippe)
  • an den Händen, v.a. an den Handrücken
  • an den Schultern
  • auf dem Dekolleté

DERMAEXPERTEN: Unser Tipp

Beachten Sie: Auch, wenn die Hautzelle versucht, sich mit der Produktion von Melanin selbst vor Schäden durch UV-Strahlung zu schützen, heißt das nicht, dass ein ausreichender Sonnenschutz besteht. Wenn sich Pigmentflecken bilden, kann das ein erstes Anzeichen für eine UV-Schädigung der Haut sein. Darum gilt: Ob im Winter beim Skifahren oder im Sommer − wer sich im Freien aufhält und seine Haut dadurch der UV-Strahlung aussetzt, sollte unbedingt auf einen optimalen Sonnenschutz achten.
Remitan Sonnenschutz  schützt die Haut gleichermaßen vor UVA- und UVB-Strahlung und ist mit LSF 30, 50 und sogar 90 erhältlich.

Blume im Hintergrund

Pigmentflecken-Ursache: Medikamente

Verschiedene Medikamente kommen bei Pigmentflecken ebenfalls als Ursachen infrage. Vor allem Arzneimittel, die die Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität) der Haut steigern, begünstigen die Entstehung von Pigmentstörungen. Zu diesen photosensibilisierenden Mitteln zählen unter anderem:

  • Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionen, z.B. von Mandel- oder Mittelohrentzündungen
  • Johanniskrautpräparate, z.B. bei Angstzuständen, innerer Unruhe, Stimmungsschwankungen oder leichten bis mittleren depressiven Verstimmungen
  • Amiodaron zur Therapie von Herzrhythmusstörungen
  • Medikamente mit dem Wirkstoff Hydantoin, die bei Krampfanfällen (z.B. Epilepsie) eingesetzt werden
  • Chemotherapeutika zur Behandlung von Krebserkrankungen

Werden die Medikamente abgesetzt, können sich die Pigmentflecken wieder zurückbilden – in manchen Fällen dauert das jedoch mehrere Monate oder sogar Jahre.

Pigmentflecken-Ursache: Schwangerschaft und andere hormonelle Veränderungen

Hormonell bedingte Pigmentflecken in der Schwangerschaft: Linea nigra

Zu den hormonell bedingten Pigmentflecken in der Schwangerschaft zählt zum Beispiel die senkrecht über den Bauch verlaufende Linea nigra.

Pigmentflecken können zudem hormonelle Ursachen haben. Wie das UV-Licht, können auch Hormone zu einer Einlagerung von Melanin in der Haut führen. Bei Schwangeren zeigen sich diese Pigmentflecken oftmals im Gesicht, vorwiegend auf den Wangen und der Stirn. In der medizinischen Fachsprache werden diese Erscheinungen als Chloasma oder Melasma bezeichnet. Umgangssprachlich spricht man auch von der „Schwangerschaftsmaske“.

Außerdem entwickeln viele Frauen − vor allem mit dunklerem Hauttyp − etwa ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel eine dunkel gefärbte, senkrechte Linie. Sie verläuft mittig entlang des Bauches, durch den Bauchnabel hindurch. Diese Pigmentlinie wird als Linea nigra (schwarze Linie) oder Linea fusca (braune Linie) bezeichnet.

Nach der Geburt verschwinden Pigmentflecken, die sich in der Schwangerschaft gebildet haben, in der Regel wieder vollständig.

Darüber hinaus enthalten auch einige Medikamente Hormone. So kann die Bildung von Pigmentflecken durch die Pille zur Empfängnisverhütung („Anti-Baby-Pille“) oder durch eine Hormon-Ersatztherapie während der Wechseljahre begünstigt werden.

Des Weiteren gibt es verschiedene Erkrankungen, bei denen der Hormonhaushalt gestört ist. Dadurch wird die Melanin-Produktion der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) ebenfalls angeregt. Zu diesen Krankheiten gehören zum Beispiel hormonbildende gut- oder bösartige Neubildungen (Tumoren) oder Morbus Addison, eine Erkrankung der Nebennierenrinde. Diese Erkrankungen sind jedoch nur selten die Ursache von Pigmentflecken.

Pigmentflecken-Ursache: Alterungsprozess

Eine Ursache von Pigmentflecken, die niemand umgehen kann, ist der natürliche Alterungsprozess. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Zellteilung. Dadurch erneuert sich die Haut nicht mehr so schnell wie bei jungen Menschen. Es dauert länger, bis das produzierte Melanin abgebaut wird, und es reichert sich in der Haut an – die Folge sind braune Flecken auf der Haut. Mediziner sprechen dann von Lentigines seniles bzw. Altersflecken.

Vermehrte Sonneneinstrahlung fördert die Entstehung der Hautflecken im Alter zusätzlich. Pigmentflecken entstehen daher bevorzugt im Gesicht, auf den Handrücken und weiteren Körperregionen, die der Sonne besonders häufig ausgesetzt sind.

Weitere Pigmentflecken-Ursachen

Entzündungen können ebenfalls vorübergehende Pigmentflecken verursachen. Über Hautpartien, die entzündet waren − z.B. nach Verletzungen oder Verbrennungen − liegt oft noch einige Wochen bis Monate ein stärker pigmentierter „Schatten“. Nach einer gewissen Zeit verschwinden diese Hautflecken aber wieder vollständig.

Verschiedene Hautkrankheiten hinterlassen nach dem Abheilen der eigentlichen Symptome (z.B. Hautausschlag, Papeln) ebenfalls Pigmentflecken. Zu diesen Erkrankungen gehören zum Beispiel:

3. Pigmentflecken − Symptome einer übermäßigen Hautpigmentierung

Klassische Pigmentflecken sind Zeichen einer vermehrten Einlagerung des Hautfarbstoffs (Pigments) Melanin. Das Erscheinungsbild der Hautflecken ist sehr unterschiedlich. Sie unterscheiden sich in ihrer Farbe, Form und Größe.

Weist die Haut beispielsweise Symptome wie braune Flecken im Kopfbereich (z.B. im Gesicht oder am Hals) oder an üblicherweise stark dem Sonnenlicht ausgesetzten Hautarealen auf, spricht man von einer sonneninduzierten Form von Pigmentflecken. Beispiele hierfür sind Sommersprossen oder „Sonnenflecken“ (Lentigo solaris).

Pigmentflecken weisen in der Regel zwei Ausprägungen auf: entweder sind sie sehr klein und treten vereinzelt auf oder sie bedecken großflächig einzelne Körperpartien (z.B. den Rücken und die Unterarme). Als Folge entsteht bei Betroffenen fleckige Haut. Je nach Aussehen und Ausbreitung empfinden Betroffene braune Flecken auf der Haut als mehr oder weniger belastend. Besonders Pigmentflecken im Gesicht sind für viele ein großes Problem: Die Flecken sind sofort sichtbar und werden als kosmetisch störend empfunden. Gerade wenn sehr viele oder farbintensive braune Flecken im Gesicht auftreten, leiden Betroffene verstärkt darunter. Andere hingegen stören sich nicht an ihren Pigmentflecken im Gesicht, sondern empfinden sie, wie im Fall von Sommersprossen, sogar als attraktiv.

Besonders Betroffene von Altersflecken (Pigmentflecken) im Gesicht stören sich an den auffälligen braunen Flecken auf der Haut, da sie als Zeichen des Älterwerdens gelten. Eine Spezialcreme aus der Apotheke (Lentisol ) hilft dabei, Pigmentflecken effektiv entgegenzuwirken.

Farbe von Pigmentflecken: braune Flecken auf der Haut

Pigmentflecken zeigen sich als braune Flecken im Gesicht, am Hals, auf den Handrücken oder an anderen Hautpartien. Grundsätzlich können braune Flecken auf der Haut überall am Körper auftreten. Besonders häufig sind jedoch Hautareale betroffen, die viel Kontakt mit dem Sonnenlicht haben. Die UV-Strahlung der Sonne regt nämlich die Melanozyten (pigmentproduzierende Zellen) zur Bildung des Hautfarbstoffs Melanin an, der sich ausschließlich in bestimmten Hautbereichen ablagern kann.

Die Farbe von Pigmentflecken kann das gesamte Spektrum von Brauntönen umfassen:

  • gelb-braun
  • hellbraun und milchkaffeebraun
  • rot-braun
  • tiefes dunkelbraun

Form von Pigmentflecken: scharf begrenzt

Pigmentflecken können sehr unterschiedlich geformt sein. Die typischen Hautflecken, die Mediziner als Lentigo (Mehrzahl: Lentigines) bezeichnen, sind linsenförmig − also rund bis oval. Grundsätzlich sind jedoch alle denkbaren Formen bei Pigmentflecken möglich. Manche Hautflecken sind unregelmäßig geformt, andere sind kreisrund. Gemeinsam ist jedoch allen Formen, dass sie auf einen bestimmten (großen oder kleinen) Bereich limitiert sind und sich scharf von der umgebenden Hautfläche abgrenzen. Die Ränder verschwimmen gelegentlich leicht, doch die Grenze zwischen dem Pigmentfleck und der normal pigmentierten Haut ist grundsätzlich klar erkennbar.

Größe und Ausbreitung von Pigmentflecken: von winzig bis großflächig

Wie das Aussehen variiert bei Pigmentflecken auch die Ausbreitung sehr stark. Während manche Betroffene einzelne, winzige Pigmentflecken im Gesicht oder am Hals haben, sind bei anderen Menschen große Bereiche wie die gesamten Unterarme oder der Rücken von zahlreichen Hautflecken übersät.

Die Ausbreitungsspanne reicht von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern, wie folgende drei Beispiele zeigen:

  • Sommersprossen sind in vielen Fällen winzige Pünktchen, die manchmal nur einen Durchmesser von einem Millimeter haben.
  • Eine einzelne Lentigo solaris kann hingegen bereits mehrere Zentimeter einnehmen. Eine genauere Beschreibung dieser Lentigo-Form finden Sie in unserem ausführlichen Text zu Altersflecken.
  • Café-au-Lait-Flecken können sehr großflächig sein und sich sogar über mehr als 20 Zentimeter ausdehnen.

4. Pigmentflecken: Diagnose

Pigmentflecken sind im Normalfall harmlos. Für den Laien ist es jedoch schwer einzuschätzen, ob es sich um einen unproblematischen Hautfleck oder eine ernsthafte Hauterkrankung, wie zum Beispiel schwarzen Hautkrebs, handelt. Deshalb ist es sinnvoll, bei Pigmentflecken die Diagnose von einem Hautarzt stellen zu lassen.

Hautkrebsscreening

Im Rahmen der Hautkrebsvorsorge − auch als Hautkrebsscreening oder Hautscreening bezeichnet − untersucht der Hautarzt (Dermatologe) alle vorhandenen Pigmentflecken und weitere Auffälligkeiten der Haut. Damit ist es möglich, harmlose Pigmentflecken und Hautkrebs bereits frühzeitig voneinander zu unterscheiden und gegebenenfalls rechtzeitig eine Behandlung einzuleiten. Deswegen ist das Hautkrebsscreening eine Methode der Früherkennung (Prävention).

Eine erste Einschätzung, ob es sich um einen Pigmentfleck handelt oder nicht, kann der Dermatologe in den allermeisten Fällen bereits anhand des Erscheinungsbilds der Hautflecken treffen. Hier kommt die sogenannte ABCDE-Regel zum Einsatz:

ABCDE-Regel bei der Hautkrebsvorsorge

Auffällig aussehende Pigmentflecken untersucht der Hautarzt näher und beurteilt sie nach der ABCDE-Regel.

  • Asymmetrie: Sehen die beiden Hälften der Hautveränderung ungleich aus? Ist der Hautfleck unregelmäßig geformt, also weder rund, noch oval oder länglich?
    Zeigt die Hautveränderung eine unregelmäßige Form, die sich nicht klar in zwei gleiche (symmetrische) Hälften unterteilen lässt, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren.
  • Begrenzung: Grenzt sich der Hautfleck klar von der umgebenden Haut ab oder hat er verwaschene, gezackte, unebene oder raue Ränder? Wächst er ausgefranst in gesunde Hautbereiche hinein?
    Wenn der Hautfleck einen unscharfen – teils auch ausgefransten Rand – besitzt, ist ein Besuch beim Dermatologen ratsam.
  • Colour (Farbe): Ist der Hautfleck unregelmäßig gefärbt oder mehrfarbig? Zeigen sich rosa, graue oder schwarze Anteile?
    Eine ungleichmäßige Färbung des Hautflecks mit helleren und dunkleren Stellen sollte zur Abklärung von einem Arzt untersucht werden.
  • Durchmesser: Ist der Fleck größer als fünf Millimeter im Durchmesser? Bei einem größeren Hautfleck ist es empfehlenswert einen Hautarzt zu konsultieren.
  • Erhabenheit oder Evolution: Ist die Hautveränderung halbkugelig geformt und erhebt sie sich über das Hautniveau? Ist die Oberfläche rau oder schuppend? Hat sich der Hautfleck in den vergangenen drei Monaten verändert?
    Wenn sich die Hautveränderung über die Oberfläche erhebt, sich rau oder schuppig anfühlt und sich zudem in den letzten Monaten (in Aussehen und Größe) verändert hat, sollten Sie zur Abklärung einen Dermatologen aufsuchen.

Anhand der ABCDE-Regel wird jeder Hautfleck genau untersucht. Treffen alle Punkte zu, ist dies ein deutlicher Hinweis, dass es sich nicht um einen Pigmentfleck, sondern um eine bösartige Hautveränderung (Hautkrebs) handeln könnte. In diesem Fall veranlasst der Hautarzt weitere Untersuchungen, die über das Hautkrebsscreening hinausgehen. Das zuverlässigste Verfahren ist die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie), die in einem Labor feingeweblich (histologisch) untersucht wird.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre die Kosten für das Hautkrebsscreening. Manche Krankenkassen bieten die Hautkrebsvorsorge auch schon für jüngere Versicherte an. Besteht ein konkreter Verdacht, ist eine Untersuchung selbstverständlich bereits früher möglich.

Neben dem Hautscreening bieten Dermatologen auch die Möglichkeit einer umfassenderen Untersuchung, der sogenannten Dermatoskopie, an. Während der Hautarzt bei der Hautkrebsvorsorge die Haut mit bloßen Auge ansieht, kommt bei der Dermatoskopie ein spezielles Mikroskop zum Einsatz – ein sogenanntes Auflichtmikroskop (Dermatoskop). Damit kann der Arzt Pigmentflecken um ein Vielfaches vergrößert betrachten. Außerdem kann er auch nicht-pigmentierte Hauttumoren und Hautkrebs-Vorstufen mit dem Dermatoskop erkennen. Fällt dem Arzt im Rahmen der Hautkrebsvorsorge ein verdächtiger Hautfleck auf, untersucht er ihn in der Regel ebenfalls mit dem Dermatoskop.

5. Pigmentflecken entfernen − Behandlung aus kosmetischen Gründen

Was hilft gegen Pigmentflecken? Pigmentflecken sind in der Regel ungefährlich. Aus medizinischer Sicht bedürfen sie daher keiner Behandlung. Viele Betroffene empfinden Pigmentflecken jedoch als ein unannehmbares, kosmetisches Problem. Die seelische Belastung ist besonders gravierend, wenn die Pigmentflecken im Gesicht für jeden sichtbar sind. Aber auch sehr viele oder großflächig ausgebreitete Pigmentstörungen an anderen Körperstellen bewirken oft den Wunsch, die optisch störenden Pigmentflecken zu entfernen.

Ob und wie sich Pigmentflecken behandeln lassen, hängt von ihrer jeweiligen Art und Ursache ab. So verschwinden zum Beispiel Hautflecken, die durch Medikamente hervorgerufen wurden, nach Absetzen der Arzneimittel oft wieder ganz von alleine. Dieser Prozess kann allerdings einige Wochen oder sogar Jahre dauern.

Für andere Arten von Pigmentflecken gibt es verschiedene Methoden zur kosmetischen Behandlung. Viele versuchen Pigmentflecken mit Make-Up abzudecken. Doch dies gelingt nicht immer und das Ergebnis ist nicht anhaltend. Eine innovative Lösung aus der Apotheke ist die Spezialcreme Lentisol . Sie bekämpft Pigmentflecken mit einem einzigartigen Anti-Pigment-Komplex effektiv: Durch die enthaltenen mikroverkapselten Pigmente werden die Pigmentflecken sofort kaschiert und dank der speziellen Formulierung mit dem Aktivstoff Hydroxyphenoxypropionsäure sogar längerfristig reduziert. Darüber hinaus besitzt die Spezialcreme einen Lichtschutzfaktor 50+ und wirkt so der UV-bedingten Entstehung neuer Flecken entgegen.

Hausmittel gegen Pigmentflecken (Altersflecken) und was wirklich dagegen hilft, finden Sie in unserem Ratgeber.

Ältere Frau benutzt Creme

Cremes gegen Pigmentflecken können unterschiedliche Ergebnisse hervorrufen. Manche sind jedoch gesundheitlich bedenklich!

Creme gegen Pigmentflecken

1. Bleichcreme

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit einer Creme gegen Pigmentflecken vorzugehen. Am weitesten verbreitet ist die Behandlung mit einer Bleichcreme. Sie soll Pigmentflecken aufhellen oder ganz entfernen. Die Creme gegen Pigmentflecken wird gezielt auf die betroffenen Stellen aufgetragen und soll die vermehrte Pigmentierung (Hyperpigmentierung) vermindern. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die in einer Bleichcreme Verwendung finden können. Dazu gehören zum Beispiel Kojisäure oder Azelainsäure.

Beachten Sie: Einige Bleichcremes enthalten Stoffe, die als gesundheitlich bedenklich gelten. Dazu gehört zum Beispiel das hochgiftige Schwermetall Quecksilber. Der Einsatz in einer Bleichcreme und anderen kosmetischen Mitteln ist in Europa bereits seit 1976 verboten. Doch noch immer finden sich zum Teil erhebliche Mengen Quecksilber in diesen Produkten. Sie können schwerwiegende akute und chronische Vergiftungen hervorrufen.

Der Wirkstoff Hydrochinon ist für die Verwendung in Kosmetika in Europa ebenfalls nicht zugelassen, da es im Verdacht steht, krebserregend zu wirken. Allerdings enthalten einige Cremes gegen Pigmentflecken den Wirkstoff Arbutin. Dieser kann durch Stoffwechselprozesse in der Haut Hydrochinon freisetzen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät daher, auf eine Bleichcreme mit Arbutin zu verzichten.

Bleichcremes können leichte Pigmentflecken aufhellen. Allerdings ist Geduld gefragt: In vielen Fällen dauert es eine Weile, bis überhaupt ein Effekt einsetzt. Dieser ist oftmals nicht zufriedenstellend. Darüber hinaus ist die Anwendung nicht einfach, denn die Bleichcreme darf nur auf die dunkler pigmentierten Stellen aufgetragen werden. Sind nur kleine, vereinzelte braune Flecken auf der Haut vorhanden, gestaltet sich das Auftragen schwierig. Denn gelangt die Creme gegen Pigmentflecken auf die normal gefärbten Bereiche, hellt sie diese ebenfalls auf. Die Folge: fleckige Haut.

Eine Bleichcreme ist nicht für jeden Betroffenen geeignet, da die aufhellenden Wirkstoffe die Haut reizen können. Diese reagiert folglich mit Rötungen, Hautausschlag oder Allergien. Gerade für Menschen mit einer empfindlichen Haut ist eine Bleichcreme daher wenig empfehlenswert.

2. Spezialcreme

Aus der Apotheke gibt es eine innovative Spezialcreme, welche die Haut im Gegensatz zu Bleichcremes nicht reizt: Lentisol . Diese spezielle Creme gegen Pigmentflecken deckt braune Flecken im Gesicht, auf dem Dekolleté oder den Händen sofort ab. Dafür sorgen mikro-verkapselte Farbpigmente, die sich dem natürlichen Hautton angleichen. Darüber hinaus enthält die Spezialcreme eine besondere Lichtschutzfilter-Kombination (mit Lichtschutzfaktor 50+), welche die UVB-Strahlung fast vollständig blockt und die UVA-Strahlung deutlich reduziert. Die UV-Strahlung ist eine der wichtigsten Pigmentflecken-Ursachen. Durch die Lichtschutzfilter-Kombination kann die Creme dazu beitragen, dass weniger neue Pigmentflecken entstehen. Die speziell für Haut mit Pigmentflecken entwickelte Creme enthält zudem den Aktivstoff Hydroxyphenoxypropionsäure. Dieser hemmt die Freisetzung des Hautfarbstoffs Melanin und kann dadurch bestehende Pigmentflecken sichtbar und längerfristig mindern. Dadurch erscheint das gesamte Hautbild ebenmäßiger.

Pigmentflecken chemisch entfernen

Eine weitere Möglichkeit, Pigmentflecken zu entfernen, ist ein chemisches Peeling. Am häufigsten werden hierfür Säuren verwendet, die ursprünglich aus Früchten stammen. Daher wird diese Behandlung auch Fruchtsäurepeeling genannt. Ein chemisches Peeling ist allerdings auch mit stärker wirksamen Säuren, wie der Salicylsäure, möglich. Diese wird ebenfalls zum Ablösen der Hautschuppen bei einer Schuppenflechte (Psoriasis) – im Rahmen der Basistherapie – verwendet. Für tiefenwirksame Peelings verwenden Ärzte oftmals Trichloressigsäure.

Wer Pigmentflecken durch ein Peeling entfernen lassen möchte, erhält zunächst über einen Zeitraum von etwa vier Wochen beim Hautarzt eine Vorbehandlung mit Fruchtsäuren. Mithilfe dieses Schritts soll festgestellt werden, ob die Haut das Fruchtsäurepeeling oder ein anderes chemisches Peeling verträgt. Das eigentliche Peeling wird in Form eines Gels oder einer Lösung mit einem Pinsel oder Schwämmchen auf das Gesicht aufgetragen. Nach wenigen Minuten Einwirkzeit wird die Säure anschließend neutralisiert. Meist ist bei einem chemischen oder einem Fruchtsäurepeeling gegen Pigmentflecken ist nach ein bis vier Wochen eine weitere Behandlung notwendig.

Ein chemisches Peeling, wie ein Fruchtsäurepeeling, reizt die Haut stark. Sie reagiert zum Beispiel mit Rötungen und bleibt über Wochen sehr empfindlich. Bei tiefergehenden Peelings entstehen sogar Wunden. Solange die Haut sich nicht erholt hat, ist sie sehr anfällig für Infektionen. Die Kosten der Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Pigmentflecken lasern

Hautärztin beim Pigmentflecken Lasern

Eine Möglichkeit, Pigmentflecken zu entfernen, ist das Lasern. Dabei werden die überschüssigen Hautfarbstoffe durch Lichtblitze zerstört.

Eine weitere Möglichkeit, Pigmentflecken zu entfernen, ist das Lasern. Es gibt verschiedene Arten der Laserbehandlung. Wer seine Pigmentflecken lasern lassen möchte, wird meist mit einem Rubinlaser behandelt. Dieser gibt extrem kurze Lichtblitze einer bestimmten Wellenlänge (rot oder infrarot) ab und zerstört somit die hauteigenen Farbstoffe (Pigmente). Dadurch wird die übermäßige Pigmentierung (Hyperpigmentierung) entfernt. Um die Augen vor dem Laser zu schützen, tragen sowohl der Patient als auch der Arzt während der Behandlung eine Schutzbrille.

Die Dauer einer einzelnen Laser-Sitzung schwankt in der Regel zwischen wenigen Augenblicken bis maximal 20 Minuten. Je nach Ausmaß der Pigmentstörung muss die Behandlung gegebenenfalls ein- oder mehrmals wiederholt werden. Wie oft die betroffene Hautpartie behandelt werden muss, um die Pigmentflecken zu entfernen, hängt unter anderem von der Hautdicke, der Größe des Pigmentflecks und der Stärke der Hyperpigmentierung ab. Außerdem spielt es eine Rolle, ob der Betroffene die Pigmentflecken komplett entfernen oder lediglich aufhellen lassen möchte.

Beim Pigmentflecken-Lasern können Narben zurückbleiben. Dies ist vor allem bei einer Laserbehandlung im Gesicht kritisch. Außerdem ist die Behandlung mitunter sehr unangenehm. Manche Patienten empfinden ein Kribbeln oder ein leichtes bis mäßiges Piksen auf der Haut. Andere nehmen das Gefühl sogar als schmerzhaft wahr. Auch hier ist vor allem die Laserbehandlung im Gesicht problematisch, da die Haut dort besonders empfindlich ist.

Ist der Laser zu stark eingestellt, können weiße Flecken entstehen. Darüber hinaus ist es notwendig, die gelaserte Haut vor, während und rund acht Wochen nach der Behandlung vor UV-Strahlung (z.B. Sonne, Solarium) zu schützen. Bei besonders intensiver Sonnenbestrahlung (z.B. im Sommer oder bei Schnee) verlängert sich dieser Zeitraum. Die Haut ist in dieser Zeit sehr sensibel und reagiert auf äußere Reize besonders schnell durch übermäßige Pigmentbildung. Daher besteht das Risiko, dass nach dem Pigmentflecken Lasern schnell wieder neue sonnenbedingte Pigmentstörungen entstehen. Dermatologen raten daher zu einem sehr hohen Sonnenschutz: Remitan Sonnenschutz   mit Lichtschutzfaktor 90 blockt nahezu die gesamte UVA-Strahlung (bis zu 96,8 Prozent) und schützt die Haut zudem zuverlässig vor UVB-Strahlung.

Wie beim Fruchtsäurepeeling, werden auch bei einer Laserbehandlung die Kosten im Regelfall nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Lassen Sie Behandlungen, die Pigmentflecken entfernen sollen, nur von entsprechend qualifiziertem Fachpersonal durchführen. Wichtig ist, dass der Behandelnde über ausreichend Erfahrung in der gewählten Behandlungsmethode verfügt. Erster Ansprechpartner sollte immer der Hautarzt sein!

Weitere Verfahren, die Pigmentflecken entfernen oder aufhellen können, finden Sie in unseren ausführlichen Texten zu den verschiedenen Arten von Pigmentflecken:

  • Behandlung von Altersflecken
  • Behandlung von Sommersprossen
  • Behandlung von Chloasma (Melasma)

6. Pigmentflecken: Verlauf

Bei Pigmentflecken hängt der Verlauf – d.h. die Zu- oder Abnahme der Farbintensität – davon ab, durch welche Auslöser sie entstanden sind. So lassen sich folgende fünf Verlaufskategorien für Pigmentflecken unterscheiden:

UV-bedingte Pigmentflecken

Bei dieser Gruppe von Pigmentflecken entscheidet die Menge an aufgenommener UV-Strahlung über den weiteren Verlauf. So ist die Farbe von Sommersprossen, die bei sehr hellhäutigen Kindern (Hauttyp I) nach Sonnenbränden entstehen, abhängig von den jeweils vorherrschenden Lichtverhältnissen, d.h. bei vermehrter Sonneneinstrahlung erscheinen die Flecken dunkler. Im Winter hingegen können Sommersprossen fast vollständig verblassen, bis sie sich im Frühling wieder zeigen. Alters- oder Sonnenflecken hingegen verblassen zu keiner Jahreszeit, obwohl sie ebenfalls durch starke UV-Strahlung ausgelöst werden.

DERMAEXPERTEN: Unser Tipp

Ein guter Sonnenschutz mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (Remitan Sonnenschutz  mit LSF 30, 50 und sogar 90) bewahrt Sie vor UV-bedingten Pigmentflecken. Wenn Ihre Haut bereits sonnenbedingte Pigmentflecken aufweist, können Sie mit der Spezialcreme Lentisol   die vorhandenen Flecken sofort kaschieren und gleichzeitig dank Lichtschutzfilter-System mit LSF 50+ der Bildung neuer Pigmentflecken vorbeugen. Außerdem reduziert der enthaltene Aktivstoff Hydroxyphenoxypropionsäure bestehende Pigmentflecken langfristig.

Blume im Hintergrund

Lichtunabhängige Pigmentflecken

Zu den lichtunabhängigen Pigmentflecken gehören z.B. Muttermale. Sie verändern ihre Farbe nicht durch verstärkte oder verminderte UV-Einstrahlung, da sie nicht durch eine Überproduktion des Farbstoffs Melanin entstehen. Lichtunabhängige Pigmentflecken werden bei einer Vermehrung der pigmenthaltigen Zellen (Melanozyten) sichtbar. Folglich verschwinden Linsenflecke bzw. Muttermale nicht, sondern bleiben dauerhaft erhalten.

Medikamentös bedingte Pigmentflecken

Diese Art von Pigmentflecken entsteht durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten, wie z.B. Antibiotika oder Antiepileptika (Medikamente zur Behandlung von Epilepsie). Werden diese Medikamente wieder abgesetzt, verschwinden auch die Pigmentflecken wieder. Allerdings kann dieser Prozess einige Wochen dauern.

Entzündungsbedingte Pigmentflecken

Pigmentflecken können auch durch Entzündungen, z.B. nach Verbrennungen oder Insektenstichen, entstehen. Auch Entzündungen der Haut ohne einen äußeren Auslöser, wie beispielsweise bei Akne, können zu fleckenförmigen Hautverfärbungen führen. Ist die Entzündung wieder abgeklungen, sind im Regelfall auch die Pigmentflecken nicht mehr sichtbar. Besteht die Entzündung allerdings über einen längeren Zeitraum (z.B. bei Akne) können dauerhafte Verfärbungen der Haut zurückbleiben.

Hormonbedingte Pigmentflecken

In diesem Fall werden die Pigmentflecken durch Hormonschwankungen ausgelöst. So kann der Östrogenabfall bei Frauen in der Menopause sowie der Testosteronabfall bei Männern über 50 Jahren zur Ausbildung von Pigmentflecken führen. Aber auch künstliche Hormone, wie z.B. in der Anti-Babypille können Pigmentflecken verursachen. Die so hervorgerufenen Pigmentflecken verschwinden im Normalfall nicht mehr.

7. Pigmentflecken: Vorbeugen

Nicht jeder Art von Pigmentflecken kann man vorbeugen. So lassen sich zum Beispiel gegen hormonell bedingte Pigmentflecken in der Schwangerschaft oder genetisch verursachte Pigmentstörungen keine vorbeugenden Maßnahmen treffen.

Grundsätzlich ist es jedoch wichtig, die Haut nicht übermäßig der UV-Strahlung auszusetzen. Denn dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass sich klassische Pigmentflecken (Lentigines solares, „Sonnenflecken“ bzw. Lentigines seniles, Altersflecken) bilden. Ein Sonnenschutz mit sehr hohem Lichtschutzfaktor ist unverzichtbar, um Pigmentflecken vorbeugen zu können: Der Remitan Sonnenschutz   mit LSF 30, 50 und sogar 90 blockt bis zu 96,8 Prozent der UVA-Strahlung und schützt die Haut zudem zuverlässig vor UVB-Strahlung. Damit kann der Remitan Sonnenschutz nicht nur Pigmentflecken vorbeugen, sondern auch sonnenbedingter vorzeitiger Hautalterung, Allergien und auch Sonnenbrand.

Quellen:

16. Sitzung der BfR-Kommission für kosmetische Mittel. Protokoll der Sitzung vom 27. Oktober 2015

Bundesinstitut für Risikobewertung. Fragen und Antworten zur Risikobewertung von kosmetischen Mitteln. Aktualisierte FAQ des BfR vom 3. März 2014

Fritsch P. Dermatologie und Venerologie für das Studium. Springer Medizin, Heidelberg 2009

Altmeyer P. Lentigo. Die Online-Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Umweltmedizin (Abruf: 01/2017)

Moll I. Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2016

Pigmentflecken. Patienteninformation der Deutschen Haut- und Allergiehilfe

Warum wird die Haut in der Sonne braun? Online-Informationen des Berufsverbands der Deutscher Dermatologen (Abruf: 01/2017)

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