Schuppenflechte (Psoriasis)


Datum: 04.05.2017

Schuppenflechte: schuppende, gerötete Haut

1. Überblick: Was ist Schuppenflechte?

Schuppenflechte ist eine entzündliche Erkrankung der Haut und Nägel. Sie verläuft fast immer chronisch und schubweise – d.h. Phasen mit Symptomen und symptomfreie Phasen wechseln sich ab. Der medizinische Fachausdruck für Schuppenflechte lautet Psoriasis. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und leitet sich ab von dem Wort „psao“ für „ich kratze“.

Psoriasis ist nicht heilbar, doch die Symptome lassen sich dank einer Vielzahl von Therapiemaßnahmen gut behandeln. Das rezeptfreie Arzneimittel Zyarin  bekämpft juckende Hautkrankheiten mit einem natürlichen Wirkstoff, der eigentlich dafür bekannt ist, starke Haut­reizungen auszulösen. Forscher fanden jedoch heraus: Wird der Wirkstoff niedrig dosiert eingenommen, kann er juckende Hautkrankheiten bekämpfen. Mehr erfahren

Schuppenflechte kann sich in jedem Alter entwickeln. Anders als eine Neurodermitis, kommt Schuppenflechte beim Baby beziehungsweise Säugling nur selten vor. Oftmals beginnt die Psoriasis im Laufe der Pubertät. Ein zweiter Erkrankungsgipfel liegt zwischen 40 und 50 Jahren. Frauen und Männer entwickeln etwa gleich oft eine Psoriasis.

Einige Menschen halten Schuppenflechte für eine Zivilisationskrankheit, doch das ist nicht korrekt. Denn schon im Alten Testament finden sich Schilderungen, die auf eine Psoriasis hindeuten.

Schuppenflechte ist gekennzeichnet durch einen schuppigen, geröteten Hautausschlag. Mediziner sprechen von erythemato-squamösen Plaques oder Effloreszenzen. Eine Effloreszenz ist eine krankheitsbedingte Hautveränderung. Der Begriff Plaque bedeutet, dass diese Veränderung fleckenförmig ist und sich deutlich von der umgebenden Hautpartie abgrenzt. Der Ausdruck „erythemato-squamös“ vereint die Wortbestandteile „Erythem“ für Hautrötungen und „Squamae“ für Schuppen.

Ist Schuppenflechte ansteckend?

Ein von Hautausschlag betroffener Körperbereich hebt sich meistens stark von den umliegenden, „gesunden“ Hautpartien ab. Vor allem entzündete Hautareale, die sehr gut sichtbar sind (z.B. an Armen und Beinen) bringen oft Schwierigkeiten mit sich. So auch bei der Schuppenflechte. Manche Menschen reagieren ablehnend beim Anblick einer Schuppenflechte, da sie Angst haben vor einer Ansteckung. Doch es besteht kein Grund zur Besorgnis, denn Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Trotzdem kann Psoriasis für Betroffene zum Teil seelisch extrem belastend sein.

Zudem kann auch die Behandlung den Alltag einschränken, da sie mitunter sehr zeitintensiv ist. Ein gut verträglicher und ganzheitlicher Ansatz ist mit dem rezeptfreien Arzneimittel Zyarin  bei juckenden Hautkrankheiten möglich.

Betroffene müssen ihre Haut − selbst wenn sie gerade nicht unter einem akuten Schuppenflechte-Schub leiden − in der Regel ein Leben lang besonders sorgsam pflegen, um:

  • … sie mit Feuchtigkeit zu versorgen.
  • … sie geschmeidig zu halten.
  • … die Schuppen zu lösen.
  • … Entzündungen einzudämmen.
  • … Infektionen zu vermeiden.

DERMAEXPERTEN: Unser Tipp

Achten Sie beim Kauf von Körperpflegeprodukten immer auf eine gute Verträglichkeit der Inhaltsstoffe. Dies ist auch für Körperstellen wichtig, die nicht von der Schuppenflechte befallen sind. Für die tägliche Hautpflege bei empfindlicher und sehr trockener Haut eignet sich der hochdosierte und reichhaltige Remitan Extremoin Schaum  .

Blume im Hintergrund

Schuppenflechte-Ursachen noch unklar

Wie bei vielen anderen Hauterkrankungen sind auch bei der Schuppenflechte die genauen Ursachen noch nicht vollständig geklärt. Nach heutigem Wissensstand geht man davon aus, dass eine erbliche (genetische) Veranlagung den Grundstein für eine Psoriasis legt. Besteht eine solche Vorbelastung, können verschiedene Einflussfaktoren dafür sorgen, dass die Hauterkrankung erstmals in Erscheinung tritt oder einen Psoriasis-Schub auslöst. Solche Faktoren werden als Trigger beziehungsweise Psoriasis-Trigger bezeichnet.

Ist Schuppenflechte vererbbar?

Die Bedeutung erblicher Bestandteile für die Psoriasis-Entstehung ist sehr groß, wie man am Beispiel von eineiigen Zwillingen sieht: Ist ein Zwilling erkrankt, ist in ungefähr zwei Drittel der Fälle auch der andere betroffen.

Hat ein Elternteil Schuppenflechte, beträgt die Wahrscheinlichkeit rund acht Prozent, dass die Nachkommen ebenfalls erkranken. Liegt bei beiden Elternteilen eine Psoriasis vor, tritt sie sogar zu 41 Prozent bei den gemeinsamen Kindern auf.

Psoriasis betrifft den ganzen Körper

Mediziner sehen die Schuppenflechte nicht als reine Hautkrankheit, sondern als eine systemische Erkrankung an. Das bedeutet, dass sie den gesamten Körper betreffen kann. Neben den hautbezogenen Symptomen kommen mitunter auch Gelenkveränderungen und Begleiterkrankungen vor. Zu letzteren gehören vor allem weitere chronisch entzündliche Erkrankungen, wie rheumatoide Arthritis oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Es gibt drei verschiedene Psoriasis-Formen, die sich wiederum in Unterformen einteilen lassen. Die einzelnen Typen machen sich unter anderem durch unterschiedliche Symptome bemerkbar:

Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte)

Die Psoriasis vulgaris ist die häufigste Art der Schuppenflechte, die bei etwa 80 Prozent Psoriasis-Betroffenen vorliegt. In Deutschland leiden Schätzungen zufolge etwa zwei Prozent der Bevölkerung unter dieser Art von Schuppenflechte.

Ärzte unterscheiden zwei Untertypen der gewöhnlichen Schuppenflechte:

Typ I (60-70 %):

Die Psorasis vulgaris vom Typ I tritt meist im Alter zwischen zehn und 25 Jahren erstmals auf und hat meist einen schweren Verlauf. Oftmals sind auch mehrere Familienmitglieder betroffen.

Typ II (30-40 %):

Typ II der Psoriasis vulgaris macht sich erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerkbar − meist im Alter von 35 bis 60 Jahren. Diese Form der Schuppenflechte verläuft meist weniger schwerwiegend und kommt in der Regel nicht familiär gehäuft vor.

Psoriasis-Arthritis: Schuppenflechte und Gelenkentzündung

Psoriasis-Arthritis: schmerzendes Knie

Schuppenflechte ist nicht immer nur auf die Haut beschränkt: Die Psoriasis-Arthritis äußert sich durch eine schmerzhafte Gelenkentzündung.

Bei der Psoriasis-Arthritis (Psoriasis arthropathica) ist nicht nur die Haut von der Schuppenflechte betroffen, sondern auch die Gelenke sind schmerzhaft entzündet (Arthritis = Gelenkentzündung). Diese Form der Schuppenflechte tritt häufig in Kombination mit der Psoriasis vulgaris Typ I auf.

Die Psoriasis-Arthritis wird ebenfalls in zwei Typen eingeteilt:

  • peripherer Typ: Ein oder mehrere kleine Gelenk/e sind entzündet, v.a. die Finger- und Zehengelenke.
  • zentraler (axialer) Typ: Diese seltenere Art der Psoriasis-Arthritis betrifft die Wirbelsäule und die Kreuz-Darmbein-Gelenke. Die beiden Typen können mitunter auch parallel auftreten.

2. Schuppenflechte-Ursachen sind vielfältig

Wie entsteht Schuppenflechte? Psoriasis ist eine Erkrankung, die durch verschiedene Ursachen und Einflussfaktoren entsteht – eine einzige Schuppenflechte-Ursache gibt es nicht. Vielmehr ist es das Zusammenspiel von genetischen Besonderheiten und Umwelteinflüssen, die für das Auftreten von Psoriasis verantwortlich sind. Dieses Zusammenspiel verschiedener Ursachen bei einer Krankheitsentstehung bezeichnen Mediziner als „multifaktoriell“.

1. Vererbung von Schuppenflechte
Auch wenn bei Schuppenflechte die Ursachen noch nicht bis ins letzte Detail geklärt sind, gilt eine erbliche Veranlagung als sicher. Daher ist Schuppenflechte auch nicht ansteckend.

Die Vererbung der Psoriasis ist kompliziert: Es gibt verschiedene genetische Faktoren, die zusammenwirken und sich gegenseitig verstärken können. Auf Basis der bislang bekannten Zusammenhänge gehen Forscher davon aus, dass die Vererbung das Risiko an Psoriasis zu erkranken zu 60 bis 70 Prozent beeinflusst.

2. Immunsystem und Schuppenflechte
Bislang sind Veränderungen (Modifikationen) an zehn Genen als Schuppenflechte-Ursachen bekannt. Diese Veränderungen führen dazu, dass das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) fehlgeleitet wird. Über mehrere Zwischenschritte werden die hornbildenden Zellen (Keratinozyten) der Haut angeregt. Das führt zu einer Verdickung der Haut – und zur sichtbaren Schuppenbildung. Außerdem provozieren verschiedene, sich gegenseitig aktivierende, Botenstoffe eine Entzündungsreaktion in der Haut.

Hautschichten bei Schuppenflechte vs. gesunder Haut

Ist Schuppenflechte eine Autoimmunerkrankung?

Es gibt Hinweise darauf, dass es sich bei Psoriasis um eine Autoimmunerkrankung handeln könnte. Das bedeutet, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet. Diese Theorie ist bislang aber nicht als Schuppenflechte-Ursache belegt.

3. Umwelt und Schuppenflechte
Weitere wichtige Schuppenflechte-Ursachen, die neben der genetischen Veranlagung eine wichtige Rolle spielen, sind Umwelteinflüsse. Sie werden auch als Triggerfaktoren bezeichnet. Dazu gehören:

  • Infekte: v.a. obere Atemwegsinfektionen mit bestimmten Bakterien (Streptokokken) oder eine bakteriell verursachte Erkrankung des Zahnhalteapparats (Parodontitis)
  • Rauchen
  • psychische Belastungen, Stress
  • mechanische Reizungen
  • Sonnenbrand
Hilfe aus der Apotheke: Apothekerin berät ältere Dame

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4. Hormone und Schuppenflechte
Starke hormonelle Veränderungen stehen ebenfalls im Verdacht Psoriasis-Symptome hervorzurufen. Dies könnte auch erklären, weshalb Schuppenflechte bei vielen Betroffenen erstmalig in der Pubertät oder in den Wechseljahren auftritt. Des Weiteren verschlechtert sich bei betroffenen Frauen häufig das Hautbild, wenn sie schwanger sind.

5. Übergewicht und Schuppenflechte
Im Vergleich zur restlichen Bevölkerung in Deutschland sind Menschen mit Psoriasis überdurchschnittlich oft übergewichtig. Übergewicht gilt als Trigger, da es Entzündungen fördert. Der Grund hierfür sind verschiedene entzündungsverursachende Hormone und Botenstoffe, die im Fettgewebe am Bauch (viszerales Fettgewebe) gebildet werden.

Übergewicht gehört bei Schuppenflechte nicht nur zu den Ursachen, sondern auch zu den Begleiterkrankungen. Mehrere Studien konnten eine Wechselwirkung zwischen Übergewicht und Schuppenflechte belegen. Die Forscher vermuten, dass dieser Umstand auf einem gemeinsamen genetischen Ursprung der beiden Krankheiten beruht.

6. Medikamente und Schuppenflechte
Darüber hinaus gelten verschiedene Medikamente bei Psoriasis als Ursachen eines Krankheitsschubs:

  • Betablocker: u.a. gegen zu hohen Bluthochdruck (Hypertonie) und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Lithium: gegen verschiedene psychische Erkrankungen, z.B. Depressionen, Angstzustände
  • Chloroquin: Malariamittel; wird jedoch auch gegen Entzündungen bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt

3. Schuppenflechte-Symptome − verschiedene Ausprägungen möglich

Schuppenflechte-Symptome: Silbrig-weiß schuppende Hautveränderungen mit rotem Rand

Schuppige, gerötete Hautveränderungen sind die wichtigsten Schuppenflechte-Symptome.

Die wichtigsten Schuppenflechte-Symptome sind silbrig-weiße, schuppende Hautbereiche, die sich durch einen geröteten Rand scharf von nicht betroffenen Hautarealen abgrenzen. Sie werden als Psoriasisherde oder auch erythemato-squamöse Plaques bezeichnet. Die Bereiche jucken − vor allem während eines akuten Krankheitsschubs.

Hautschuppen als Schuppenflechte-Symptome entstehen, weil die Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis = Oberhaut) bei Betroffenen ungefähr zehnmal schneller abgestoßen werden als bei Menschen ohne Psoriasis. Dieser Vorgang dauert normalerweise etwa vier Wochen. Bei einer Schuppenflechte erneuert sich die Haut dagegen etwa alle sieben Tage.

Weitere Schuppenflechte-Symptome neben der Hautschuppung sind:

  • Hautrötung (Erythem)
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Hautschmerzen
  • Rissbildung der Haut (Schrunden)
  • Schwellungen
  • brennendes Hautgefühl
  • Blutungen der Haut
  • allgemeines Unwohlsein
  • trockene Haut

Je nach Ausbreitung der Schuppenflechte-Symptome teilen Mediziner die Psoriasis in verschiedene Untergruppen ein:

Chronische Psoriasis vulgaris

Bei der chronischen Psoriasis vulgaris entstehen meist einzelne, kleine Plaques, die später zu wenigen, großen Psoriasisherden „zusammenwachsen“ können. Diese Art der gewöhnlichen Schuppenflechte wird auch als Plaque-Typ Psoriasis bezeichnet. Der Hautausschlag bleibt mitunter über viele Jahre unverändert bestehen. Er kann sich jedoch auch weiter ausbreiten. Für eine solche Ausbreitung der Schuppenflechte-Symptome ist meist ein konkreter Auslöser verantwortlich, beispielsweise Stress oder ein akuter Infekt.

Die Stellen, an denen die Schuppenflechte-Symptome bevorzugt auftreten, bezeichnen Mediziner als Prädilektionsstellen. Bei der Psoriasis vulgaris sind vor allem diese Regionen betroffen:

  • Streckseiten der Arme und Beine (Knie, Ellenbogen)
  • Sakralgelenk (Gelenk, an dem die Lendenwirbelsäule und das Kreuzbein aufeinandertreffen − Bereich oberhalb der Pofalte)
  • Kopf (Schuppenflechte im Gesicht ist seltener; die behaarte Kopfhaut hingegen ist sehr häufig von Schuppenflechte befallen

Psoriasis geographica

Sind die Psoriasisherde sehr groß, sprechen Mediziner von einer Psoriasis geographica. Sie entsteht, wenn einzelne Herde „zusammenwachsen“. Das Bild der Haut mit den großflächigen Veränderungen ähnelt dann häufig einer Landkarte − daher der Name Psoriasis geographica.

Psoriasis guttata

Eine akute Form ist die Psoriasis guttata, die auch als exanthematische Psoriasis bezeichnet wird. Schuppenflechte-Symptome dieser Ausprägung sind kleine (maximal linsengroße), runde Psoriasisherde, die sich über die gesamte Hautoberfläche verteilen können. Besonders häufig treten diese Schuppenflechte-Symptome jedoch an der Brust und dem Rücken auf.

Die Psoriasis guttata ist in vielen Fällen die erste Erscheinungsform einer Schuppenflechte im Kindes- oder Jugendalter. In aller Regel tritt sie erstmals nach einem Infekt auf. Später kann die Psoriasis guttata in eine chronische Psoriasis vulgaris vom Plaque-Typ übergehen.

Psoriasis intertriginosa

Treten die Schuppenflechte-Symptome ausschließlich oder überwiegend im Bereich großer Körperfalten auf (z.B. Achselhöhlen, Bauchfalten, Pofalte, Unterbrustfalte), handelt es sich um eine Psoriasis intertriginosa. Diese kommt jedoch eher selten vor.

Psoriasis inversa

Wenige Schuppenflechte-Symptome zeigt typischerweise eine Psoriasis inversa. Bei dieser Psoriasis-Art sind vorwiegend die Beugen der großen Gelenke (Knie- und Ellenbeugen) betroffen, ohne dass auch die Streckseiten Psoriasisherde aufweisen. Damit ist die Verteilung der Schuppenflechte-Symptome genau „umgekehrt“ (lat.: invers) zu der üblichen Ausprägung. Eine weitere Besonderheit der Psoriasis inversa ist, dass der Hautausschlag nicht oder kaum schuppt. Diese Form der Schuppenflechte wird aufgrund der untypischen Symptome oftmals mit anderen Hauterkrankungen, wie einem Hautpilz, verwechselt.

Psoriatische Erythrodermie

Breitet sich die Schuppenflechte über den gesamten Körper aus, sprechen Ärzte von einer psoriatischen Erythrodermie. Die Haut ist gerötet, entzündet und schuppt. Die psoriatische Erythrodermie kann lebensbedrohlich verlaufen, da sie mitunter zu Herz-Kreislauf-Problemen und einer gestörten Regelung der Körpertemperatur führt. Diese Form der Schuppenflechte kommt allerdings nur bei einem bis knapp zwei Prozent der Psoriatiker vor.

Schuppenflechte an der Kopfhaut und im Nackenbereich - häufige Schuppenflechte-Symptome

Schuppenflechte an der Kopfhaut tritt besonders häufig auf.

Psoriasis capitis: Schuppenflechte an der Kopfhaut

Am häufigsten tritt Schuppenflechte an der Kopfhaut auf. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Psoriasis capitis (dt.: Schuppenflechte am Kopf). Bis zu 80 Prozent der Menschen mit Schuppenflechte entwickeln sie auf der Kopfhaut. Sie kann bei jeder Ausprägungsart der Psoriasis als zusätzliches Symptom auftreten.

Die Schuppenflechte bildet auf der Kopfhaut oft einzelne Herde. In schweren Fällen ist es jedoch möglich, dass der gesamte behaarte Kopf betroffen ist. Gelegentlich breitet sich die Schuppenflechte weiter ins Gesicht aus. Auch der Bereich hinter den Ohren und der Nacken sind oft von Psoriasisherden betroffen, die sich mit der Schuppenflechte auf der behaarten Kopfhaut verbinden können. Vor allem wenn die Schuppenflechte im Gesicht direkt erkennbar ist, empfinden dies Betroffene als besonders unangenehm und psychisch belastend. Außerdem ist die Schuppenflechte-Behandlung an der Kopfhaut und im Gesicht eine zusätzliche Herausforderung, da die Haare durch das Eincremen fettig erscheinen und die Mittel darüber hinaus nicht gut riechen.

Manche Betroffene beklagen einen vermehrten Haarausfall als Schuppenflechte-Symptom am Kopf. Insbesondere bei sehr hartnäckigen, unbehandelten Psoriasisherden oder durch das Kratzen bei starkem Juckreiz können Haare ausfallen und gelegentlich sogar zu kahlen Stellen führen. Mediziner bezeichnen diese Form von Haarausfall als Alopecia psoriatica oder psoriatische Alopezie.

Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen, bei denen sich die Schuppenflechte auf der Kopfhaut ausbreitet, häufiger eine Psoriasis-Arthritis entwickeln.

Das cortisonfreie Arzneimittel Zyarin   setzt bei der Bekämpfung von juckenden Hautkrankheiten auf einen natürlichen Wirkstoff. Dieser ist eigentlich dafür bekannt, Hautreizungen auszulösen. Forscher fanden jedoch heraus: In niedriger Dosierung eingenommen, kann er juckende Hautkrankheiten bekämpfen. Zur therapiebegleitenden Pflege eignet sich die Zyarin Basispflege . Sie regeneriert die Hautbarriere von außen mit einzigartigen Extremolyten und regenerierendem Mikrosilber.

Symptome der Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis tritt vorwiegend im Rahmen einer Psoriasis vulgaris vom Typ I auf. Etwa jeder fünfte Betroffene mit einer Schuppenflechte entwickelt nicht nur Symptome an der Haut, sondern auch an den Gelenken. In seltenen Fällen treten die Gelenkbeschwerden parallel mit einem Schub oder sogar vor den allerersten Hautveränderungen auf.

Es gibt zwei Formen der Psoriasis-Arthritis: Während der periphere Typ die Gelenke der Gliedmaßen betrifft, führt der zentrale (axiale) Typ zu Symptomen an der Wirbelsäule und den Kreuz-Darmbein-Gelenken.

Typische Anzeichen der Gelenkentzündung sind:

  • Gelenkschmerzen
  • gerötete, verdickte Gelenke
  • Schwellungen der Weichteile um die Gelenkkapsel, z.B. Muskeln, Sehnen
  • Wucherung der Gelenkhaut

Das betroffene Gelenk wird ohne eine entsprechende Behandlung nach und nach durch die Entzündung zerstört. Auch die Knochen um das Gelenk herum werden brüchig (Osteoporose). Die zentrale Psoriasis-Arthritis führt zu einer fortschreitenden Versteifung der Kreuz-Darmbein-Gelenke und der Wirbelsäule.

Nagelpsoriasis

Nagelpsoriasis mit Tüpfelnägeln und Ölfleck

Nagelpsoriasis zeigt sich durch verschiedene Nagelveränderungen wie Tüpfelnägel oder braun-gelbe Ölflecken.

Bei etwa der Hälfte der Menschen mit Schuppenflechte tritt eine Nagelpsoriasis auf. Sie äußert sich durch verschiedene Nagelveränderungen, die in der Regel zu einem späteren Zeitpunkt während des Krankheitsverlaufs auftreten. Selten ist die Nagelpsoriasis das erste Anzeichen einer Schuppenflechte.

Die Schuppenflechte der Nägel kann akut (plötzlich und zeitlich begrenzt) oder chronisch (dauerhaft) auftreten. Die Symptome reichen von einer leichten, kaum sichtbaren Ausprägung bis hin zum kompletten Nagelverlust (Onycholyse). Manchmal sind nur einzelne Finger oder Zehen betroffen, in anderen Fällen alle.

Die Nagelpsoriasis entsteht, wenn sich die Schuppenflechte-Symptome auf das Nagelbett und die Nagelwurzel (Nagelmatrix) ausweiten. Sie kann sowohl die Finger- als auch die Fußnägel betreffen. Meistens bildet sich die Nagelpsoriasis jedoch an den Fingernägeln.

Die charakteristischen Veränderungen durch die Nagelpsoriasis sind:

  • Tüpfelnägel:

Weist die Nagelplatte kleine, runde Vertiefungen auf, bezeichnet man dies als Tüpfelnägel. An einem Nagel können die Tüpfel einzeln oder gesammelt auftreten. Tüpfelnägel entstehen durch eine fehlerhafte Verhornung auf der Nageloberfläche.

  • Ölfleck:

Menschen mit Schuppenflechte entwickeln gelegentlich gelblich-braune, schmutzig aussehende Flecken an den Nägeln, die sich deutlich von dem umgebenden Nagel abgrenzen. Der Ölfleck bildet sich durch eine gestörte Verhornung innerhalb der Nagelplatte.

  • Nageldystrophie (Krümelnägel):

Bei der auch als Krümelnägel bezeichneten Nageldystrophie erscheinen die Nägel bröckelig, verdickt und aufgeworfen. Zu einer Nageldystrophie kommt es, wenn der gesamte Nagelapparat durch die Schuppenflechte in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Nagelpsoriasis ist nicht nur ein optisches Problem. Sie kann auch die Funktionsfähigkeit der Hände und Füße beeinträchtigen. Betroffene haben zum Beispiel Probleme beim Halten von Gegenständen oder beim Finden von passendem Schuhwerk.

Sind die Nägel von Schuppenflechte betroffen, tritt oftmals gleichzeitig eine Psoriasis-Arthritis auf. Außerdem sind die Nägel bei einer Nagelpsoriasis anfälliger für Bakterien- oder Pilzinfektionen. Annähernd jeder dritte Betroffene leidet unter einem Pilz- oder Bakterienbefall der Nägel.

Insgesamt verläuft die Erkrankung bei Betroffenen mit Nagelpsoriasis meist schwerer: Sie müssen sich öfter stationär oder teilstationär behandeln lassen. Zudem beklagen sich Betroffene mit Nagelpsoriasis über eine geringere Lebensqualität und werden häufiger von einem Arzt arbeitsunfähig geschrieben.

Psoriasis pustulosa: Pusteln als Schuppenflechte-Symptome

Die seltene Psoriasis pustulosa äußert sich durch schmerzhafte, weiß-gelbliche Pusteln. Diese Eiterbläschen sind im Normalfall steril, d.h. sie enthalten keine Keime. Die umliegende Haut ist gerötet. Meist treten mehrere Pusteln gleichzeitig nebeneinander auf und können sich auch verbinden. Es gibt drei Formen:

  • Psoriasis pustulosa generalista oder Typ Zumbusch: Der gesamte Körper bzw. der größte Teil davon weist Pusteln auf.
  • Psoriasis pustulosa palmoplantaris oder Typ Barber: Sind die Innenseiten der Hände sowie der Fußsohlen von Pusteln betroffen, bezeichnen Mediziner dies als Pustulosis palmoplantaris. Diese Psoriasis-Form gilt inzwischen als eigenständige Erkrankung.
  • Typ Hallopeau: Die Pusteln bilden sich nur an den Fingerspitzen. Zusätzlich treten Nagelveränderungen auf.

Am häufigsten betrifft die pustulöse Schuppenflechte die Hände und Füße. Mediziner sprechen dann von einer Psoriasis pustulosa palmoplantaris.

Pusteln als Schuppenflechte-Symptome der Hände und Füße entstehen durch weiße Blutkörperchen (Leukozyten), die sich in der äußersten Hautschicht (Oberhaut = Epidermis) in Bläschen ansammeln. Sie sind kein Anzeichen einer bakteriellen Infektion.

4. Schuppenflechte-Diagnose beim Hautarzt

In vielen Fällen ist Schuppenflechte optisch sehr auffällig. Es ist jedoch nicht einfach, sie von anderen Erkrankungen zu unterscheiden. Deshalb ist es sinnvoll, bei Verdacht auf Psoriasis eine dermatologische Diagnose stellen zu lassen.

Die Schuppenflechte-Symptome der drei Hauptformen – Psoriasis vulgaris, Psoriasis-Arthritis und Psoriasis pustulosa – ähneln einer Vielzahl anderer Erkrankungen:

So verläuft eine Schuppenflechte-Diagnose

Rücksprache mit dem Arzt ist wichtig für eine finale Diagnose

Die Fragen des Arztes sollen helfen die Schuppenflechte-Diagnose zu stellen.

Zu Beginn des Diagnosegesprächs stellt der Arzt einige Fragen. Wichtig ist zum Beispiel, seit wann der Hautausschlag auftritt und ob der Betroffene vorher krank war (z.B. Infektionen der oberen Atemwege) oder unter vermehrtem Stress steht. Zusätzlich weist ein ebenfalls an Schuppenflechte erkranktes Familienmitglied auf ein erhöhtes Risiko für die Krankheit hin.

Anschließend untersucht der Arzt den Betroffenen. Dabei betrachtet er die gesamte Haut, die Schleimhäute sowie die Hautanhängsel (Nägel, Haare). Der Dermatologe kann die Psoriasis oft anhand des charakteristischen Hautausschlags und seiner Verteilung auf dem Körper erkennen. Unterschiede zeigen sich etwa zur Neurodermitis: Hier schuppt der Ausschlag in der Regel nicht und tritt vorwiegend an den Beugeseiten (Ellenbeugen, Kniebeugen) auf. Die meisten Arten der Psoriasis vulgaris zeigen dagegen hauptsächlich an den Streckseiten (Ellenbogen, Knie) Hautausschläge.

Zusätzlich helfen dem Arzt drei typische Kratzphänomene, bei Schuppenflechte eine Diagnose zu stellen. Das bedeutet, dass er vorsichtig die Hautschichten abkratzt (z.B. mit einem Holzspatel) und sich dadurch für die Psoriasis typische Anzeichen zeigen:

  • Kerzentropfenphänomen: Beim Abkratzen der Schuppen eines Psoriasis-Plaques löst sich dieser ganz einfach und im Ganzen ab, genau wie ein getrockneter Wachsfleck (z.B. auf einer Tischdecke)
  • Phänomen des letzten Häutchens: Kratzt der Arzt die Oberhaut weiter ab, wird die darunterliegende Hautschicht (Lederhaut = Dermis) sichtbar, die aufgrund der Schuppenflechte-typischen Entzündung stark durchblutet ist und rot glänzend erscheint
  • Auspitzphänomen (Phänomen des blutigen Taus): Kratzt der Arzt noch einmal, werden die Lederhaut und die darin befindlichen Blutgefäße beschädigt − es tritt punktförmig Blut aus

Manchmal entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie), um bei Schuppenflechte die Diagnose zu sichern. Unter dem Mikroskop lassen sich bei Psoriasis Ansammlungen unterschiedlicher Immunzellen in der oberen Lederhaut erkennen − zum Beispiel verschiedene Arten weißer Blutkörperchen und Makrophagen, die auch als „Fresszellen“ bezeichnet werden. Die Oberhaut ist verdickt und auch einzelne Teilschichten der Oberhaut sind verändert. Die Reteleisten (Fortsätze der Lederhaut, die in die Epidermis hineinreichen) sind verlängert. Dadurch entstehen die diagnostisch bedeutsamen punktförmigen Blutungen (Auspitzphänomen).

Schuppenflechte-Diagnose: Schweregrad bestimmen

Steht Schuppenflechte als Diagnose fest, schätzt der Arzt den Schweregrad ein. Dies ist hilfreich bei der Auswahl der richtigen Behandlung und der Beurteilung, ob diese ausreichend wirkt. Es gibt verschiedene Skalen, um den Schweregrad der Schuppenflechte zu bestimmen. Diese berücksichtigen viele unterschiedliche Krankheitsaspekte, zum Beispiel diese:

  • Ausbreitung der Schuppenflechte
  • Lokalisation (als besonders beeinträchtigend gilt Schuppenflechte im sichtbaren Bereich und in der Genitalregion)
  • besondere Symptome (z.B. Juckreiz, Pusteln)
  • Beteiligung der Gelenke oder Nägel
  • Lebensqualität der Betroffenen
  • Ansprechen der Erkrankung auf die Behandlung

PASI: Psoriasis Area and Severity Index

Im Zuge der Diagnose einer Psoriasis vulgaris wird häufig ein Schweregrad-Index namens PASI (Psoriasis Area and Severity Index) eingesetzt. Dieser erfasst, wie stark die typischen Schuppenflechte-Symptome wie Rötungen, Schuppen und Einlagerungen von Immunzellen in der Oberhaut ausgeprägt sind. Außerdem berücksichtigt er, wie hoch der Anteil der betroffenen Körperoberfläche in den Regionen Kopf, Arme, Rumpf und Beine ist. Der PASI eignet sich vor allem für die Einschätzung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris. Leichtere Formen lassen sich damit weniger gut einordnen.

5. Schuppenflechte-Behandlung verläuft in zwei Phasen

Bei Schuppenflechte oder Neurodermitis ist die Pflege extrem wichtig: regelmäßiges Eincremen ist Pflicht

Salbe gegen Schuppenflechte und weitere äußerlich anwendbare Zubereitungen sind oft der erste Schritt der Schuppenflechte-Behandlung.

Was hilft gegen Schuppenflechte? Die Schuppenflechte-Behandlung wird individuell auf den Betroffenen angepasst. In enger Abstimmung mit dem Patienten entwickelt der Arzt einen Behandlungsplan, der entsprechend der vorliegenden Ausprägung und dem Schweregrad verschiedene Maßnahmen zur Psoriasis-Therapie umfasst.

Eine Schuppenflechte-Behandlung besteht aus zwei Phasen: der Induktions- und der Erhaltungstherapie. Die Induktionstherapie hat das Ziel, die Symptome möglichst schnell zum Abheilen zu bringen. Sie ist je nach Wirkstoff auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt (z.B. sechs Wochen). In dieser Zeit werden zum Teil stärkere Mittel gegen Schuppenflechte eingesetzt oder eine höhere Dosierung. In der Erhaltungsphase geht es darum, den verbesserten Hautzustand möglichst lange zu erhalten und eine erneute Verschlechterung der Symptome zu verhindern.

DERMAEXPERTEN: Unser Tipp

Die Schuppenflechte kann auch selbst behandelt werden. Es gibt sogar Präparate, die Psoriatiker durchgehend einnehmen können. So lassen sich Schübe vorbeugen und Komplikationen im Krankheitsverlauf vermeiden.

Das rezeptfreie Arzneimittel Zyarin  ist sowohl bei chronischen Verlaufsformen als auch akuten Zuständen geeignet. Es setzt auf einen natürlichen Wirkstoff, der gut verträglich ist und bei juckenden Hautkrankheiten helfen kann. Nehmen Sie bei chronischen Verlaufsformen bis zu drei mal täglich eine Zyarin-Tablette ein, bei akuten Zuständen bis zu sechs mal täglich.* Zusätzlich wird die therapiebegleitende Zyarin Basispflege empfohlen: Geschädigte Haut sollte nicht nur von innen, sondern auch von außen umfassend versorgt werden. Zyarin Basispflege regeneriert die Hautbarriere dank spezieller Extremolyte und Mikrosilber.

*Die Einnahme von Arzneimitteln über längere Zeit sollte nach ärztlichem Rat erfolgen.

Blume im Hintergrund

Grundsätzliches Ziel der Schuppenflechte-Behandlung ist es, alle Symptome auf der Haut verschwinden zu lassen. Das ist jedoch nicht bei allen Betroffenen möglich. Daher gilt eine Psoriasis-Therapie als wirksam, wenn sich der PASI während der Induktionstherapie um 75 Prozent verbessert. Ist dies nicht der Fall, muss die Behandlung entsprechend angepasst werden.

Schuppenflechte-Behandlung: Vermeiden Sie unbedingt diese 5 Dinge

Voraussetzung für eine erfolgreiche Schuppenflechte-Behandlung ist die Vermeidung von Faktoren, die sich ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirken können. Dazu gehören:

Rauchen verstärkt die Schuppenflechte-Symptome

übermäßiger Alkoholkonsum fördert einen Psoriasis-Schub und die Verschlechterung bestehender Schuppenflechte-Plaques. Alkohol hemmt das Immunsystem und macht die Haut anfälliger gegenüber äußeren Reizen

Stress schwächt ebenfalls das Immunsystem

starkes Übergewicht (Fettleibigkeit, Adipositas) führt zu einer erhöhten Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe und Hormone

starke mechanische Belastungen der Haut (z.B. durch Kratzen bei Juckreiz) schädigen die Hautbarriere und können dadurch Infektionen und Entzündungen fördern

Zur Schuppenflechte-Behandlung stehen je nach Bedarf verschiedene Optionen zur Verfügung:

  • Basistherapie
  • äußerliche (topische) Schuppenflechte-Behandlung
  • Klima- und Lichttherapie
  • innerliche (systemische) Psoriasis-Therapie
  • psychologische Beratung und ggf. Behandlung

Basistherapie

Menschen mit Schuppenflechte müssen ihrer Haut stets besondere Beachtung schenken. Die Basistherapie erfolgt unabhängig vom Schweregrad sowie der Ausbreitung der Hautsymptome und dient dazu, die eigentliche Schuppenflechte-Behandlung zu unterstützen. Die Basistherapie hilft, die Schuppen von der entzündeten Haut zu lösen. Hautärzte bezeichnen dies als Keratolyse. Sind die Schuppen entfernt, können Lotionen, Cremes oder Salben gegen Schuppenflechte leichter in die Haut eindringen.

Für die Keratolyse eignen sich sowohl Harnstoff als auch Salicylsäure, die mithilfe wirkstofffreier Salbengrundlagen besser in die Haut einziehen können. Die Konzentration der beiden Wirkstoffe variiert jeweils zwischen drei bis zehn Prozent.

Für die Basistherapie der Schuppenflechte an der Kopfhaut (Psoriasis capitis) empfehlen Dermatologen Shampoos aus der Drogerie, die schuppenlösende Wirkstoffe enthalten. Bei sehr starken Schuppen oder wenn sich diese nicht einfach lösen lassen, kann es helfen, den Kopf zunächst mit Ölen, Cremes oder speziellen Lösungen mit Salicylsäure zu behandeln.

Innere Schuppenflechte-Behandlung

Das rezeptfreie Arzneimittel Zyarin  setzt auf ein Wirkprinzip, das bei juckende Hautkrankheiten effektiv von innen helfen kann. Der in Zyarin enthaltene Wirkstoff ist eigentlich dafür bekannt, starke Hautreizungen auszulösen. Wissenschaftler fanden jedoch heraus, dass er in niedriger Dosierung juckende Hautkrankheiten bekämpfen kann. Zyarin enthält kein Cortison und ist gut verträglich. Es ist sowohl bei chronischen Verlaufsformen als auch akuten Zuständen geeignet.

Topische (äußerliche) Schuppenflechte-Behandlung

Auf die Keratolyse folgt die topische Behandlung mit einer Lotion, Creme oder Salbe gegen Schuppenflechte, die zum Beispiel Glukokortikoide (Cortison) enthalten. Auch Wirkstoffe, die ähnlich wie Vitamin D wirken (z.B. Calcipotriol), kommen dazu infrage. Bei Bedarf können auch verschiedene Wirkstoffe miteinander kombiniert werden. Glukortikoide sollten nur im Rahmen der Induktionstherapie eingesetzt werden und möglichst in Kombination mit anderen Wirkstoffen, da es nach dem Absetzen zum sogenannten Rebound-Effekt kommen kann. Heißt: Die Schuppenflechte-Symptome treten nach Absetzen der Behandlung erneut oder stärker als zuvor auf.

Bereits seit langer Zeit wird der Wirkstoff Dithranol (in Deutschland auch als Cignolin bezeichnet) zur Schuppenflechte-Behandlung eingesetzt. Er wird zwei- bis dreimal täglich auf die Haut aufgetragen und die Konzentration wird zusätzlich über einen längeren Zeitraum gesteigert. Heute wird Dithranol als „Minutentherapie“ im Rahmen einer Behandlung während eines stationären oder teilstationären Klinikaufenthalts angewendet: Die betroffenen Hautpartien werden mit Cignolin eingecremt und nach einer festgelegten Einwirkzeit wieder abgewaschen. Konzentration und Einwirkzeit werden langsam gesteigert. Bei der Schuppenflechte-Behandlung zu Hause wird Cignolin inzwischen seltener eingesetzt.

Klima- und Lichttherapien

Lichttherapie zur Schuppenflechte-Behandlung: Schematische Darstellung der Eindringtiefe von UVA- und UVB-Strahlung in die Haut

Die Lichttherapie ist eine Form der Schuppenflechte-Behandlung. UVA-Strahlung dringt tiefer in die Haut ein und wird daher bei einem schwierigeren Krankheitsverlauf eingesetzt.

Reicht die äußerliche Behandlung der Schuppenflechte mit einer Salbe nicht aus, ist eine Lichttherapie (Phototherapie) eine weitere Option. Dabei wird die Haut mit UV-Licht (UV = Ultraviolett) bestrahlt. Die Wellenlänge der ultravioletten Strahlung wählt der Arzt je nach Schweregrad und betroffenen Hautarealen aus. Bei leichten Fällen ist meist UVB-Strahlung sinnvoll, die nur in die Epidermis (Oberhaut) eindringt. Bei einer schweren Ausprägung wird meist die längerwellige UVA-Strahlung verwendet, die tiefer in die Haut eindringt: Sie erreicht sogar die Lederhaut (Dermis). Bei Bedarf erhält der Betroffene den Wirkstoff Psoralen als Wirkverstärker. Diese Art der Lichttherapie wird als PUVA bezeichnet (Psoralen + UVA). Der Arzt kann Psoralen als Tablette (systemische PUVA) oder als Badezusatz (Bade-PUVA) verschreiben.

Während der Bestrahlung müssen die Augen mit einer UV-Schutzbrille abgedeckt werden, um Schädigungen vorzubeugen. Bei einer längerfristigen Anwendung der Lichttherapie besteht allerdings die Möglichkeit, dass die Haut durch die vermehrte UV-Bestrahlung Schaden nimmt. Mögliche Folgen sind eine vorzeitige Hautalterung sowie ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Deshalb sollten immer nur die tatsächlich betroffenen Hautpartien bestrahlt und die anderen Bereiche abgedeckt werden.

Excimer-Laser bei Psoriasis

Eine noch relativ neue Therapie-Methode ist die Schuppenflechte-Behandlung mit dem Excimer-Laser. Dabei handelt es sich um einen Gaslaser, der ultraviolette Strahlung im UVB-Bereich erzeugt. Der Vorteil ist, dass mit dem Excimer-Laser gezielt einzelne Psoriasisherde bestrahlt werden können, ohne die umliegende,  gesunde Haut der UV-Strahlung auszusetzen.

Die Kombination aus Lichttherapie und topischer Therapie gilt in der Schuppenflechte-Behandlung als besonders effektiv.

Die Klimatherapie ist eine Art Lichttherapie unter natürlichen Bedingungen: Meist besteht die Klimatherapie aus einem längeren Aufenthalt in sonnenreichen Regionen. Auch eine Balneotherapie (Therapie, bei der die Wirkung von Meerwasser genutzt wird) ist eine Form der Klimatherapie. Diese kann zum Beispiel am Toten Meer, an der Nord- oder Ostsee durchgeführt werden. Allerdings sind die Klima- und Baloneotherapie noch relativ neue Behandlungsmethoden; verlässliche Langzeitergebnisse zu der Wirksamkeit gibt es nicht.

Systemische Psoriasis-Therapie

Wenn die äußerliche Schuppenflechte-Behandlung durch Cremes sowie Klima- und Lichttherapie nicht ausreicht, verschreibt der Arzt zusätzlich Mittel gegen Schuppenflechte, die von innen wirken. Im Gegensatz zu einer Creme oder Salbe gegen Schuppenflechte, beeinflussen diese den ganzen Körper. Dadurch haben sie eine stärkere Wirkung, sind aber auch belastender.

Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die als Mittel gegen Schuppenflechte eingesetzt werden:

  • Fumarsäure
  • Medikamente, die das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) unterdrücken (Immunsuppressiva), z.B. Cyclosporin A, Methotrexat
  • Mittel gegen Schuppenflechte, die wie Vitamin A wirken (Retinoide)

DERMAEXPERTEN: Unser Tipp

Wenn Sie Cyclosporin A als Mittel gegen Schuppenflechte einnehmen, sollten Sie unbedingt auf einen optimalen Sonnenschutz achten: Das Medikament kann, genau wie übermäßige Sonneneinstrahlung, das Hautkrebsrisiko erhöhen. Der Sonnenschutz sollte Ihre Haut sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen, wie z.B. Remitan Sonnenschutz  . Er ist zudem auf die Bedürfnisse empfindlicher Haut ausgerichtet und mit Lichtschutzfaktor 30, 50 und sogar 90 erhältlich. Durch seine Schaumkonsistenz lässt er sich besonders leicht auftragen.

Eine Einnahme von Cyclosporin A zur Schuppenflechte-Behandlung sollte vor einer Lichttherapie mit UVA- und UVB-Strahlung unbedingt abgesetzt werden.

Blume im Hintergrund

Besteht eine Psoriasis-Arthritis, ist immer eine systemische Therapie notwendig. Hierzu stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die das Immunsystem beeinflussen:

  • Klassische Immunsuppressiva: Methotexat
  • Biologika (gentechnisch hergestellte Eiweißstoffe wie z.B. Antikörper, die regulierend auf das Immunsystem einwirken): z.B. Etanercept, Adalimumab, Infliximab

Weitere Therapien in der Schuppenflechte-Behandlung

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Weitere Maßnahmen im Rahmen der Schuppenflechte-Behandlung sind zum Beispiel eine psychologische Beratung oder Behandlung. Dabei kann es darum gehen, Stress als Auslöser eines Krankheitsschubs zu vermeiden, aber auch um den Umgang mit Ablehnung oder sozialer Ausgrenzung aufgrund sichtbarer Hautausschläge. Vielen hilft dabei auch der Austausch in einer Selbsthilfegruppe mit anderen Betroffenen.

Menschen mit Schuppenflechte haben außerdem die Möglichkeit, an einer Patientenschulung teilzunehmen. Inhalte sind zum Beispiel:

  • altersgerecht aufbereitete, medizinische Informationen zur Psoriasis
  • Möglichkeiten der Schuppenflechte-Behandlung und deren Umsetzung im Alltag
  • Methoden zur Stressvermeidung und Entspannungsverfahren
  • Bewältigung von Konflikten im privaten und beruflichen Umfeld infolge der Psoriasis
  • Ernährung bei Schuppenflechte

Kangalfische und Knabberfische bei Schuppenflechte

Eine weitere Art der Schuppenflechte-Behandlung ist die Fischtherapie mit rötlichen Saugbarben. Die Fische sind auch als Knabberfische oder Kangalfische bekannt. Dabei badet der Betroffene in einem Becken mit den Fischen. Die Knabberfische saugen die Hautschuppen ab und entfernen diese vorsichtig. In der Regel ist diese Prozedur nicht unangenehm oder gar schmerzhaft. Viele Betroffene empfinden den Kontakt mit den Fischen sogar als angenehm oder fühlen sich gekitzelt. Nachdem die Knabberfische die Schuppen entfernt haben, erfolgt eine intensive Hautpflege. Oftmals schließt sich auch eine UV-Behandlung an das Bad mit den Kangalfischen an.

Die Fischtherapie ist als Schuppenflechte-Behandlung noch nicht gut erforscht. Kleinere Studien konnten jedoch gute Ergebnisse vorweisen. Allerdings fehlen Vergleichsdaten zu anderen Therapieverfahren. Derzeit bieten außerdem nur wenige, auf die Schuppenflechte-Behandlung spezialisierte, Fisch-Zentren die Kangalfisch-Therapie an. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen derzeit nicht. Aktuell raten die meisten Ärzte daher nicht zur Schuppenflechte-Therapie mit Kangalfischen, da ihr Nutzen umstritten und die Kosten hoch sind.

6. Lässt sich Schuppenflechte heilen? Verlauf der Psoriasis

Spaziergang am Meer: Schuppenflechte lässt sich nicht heilen, aber lindern

Schuppenflechte lässt sich nicht heilen. Im Sommer bessern sich die Symptome aber häufig, weil die vermehrte UV-Strahlung sich positiv auswirkt.

Bei einem kleinen Teil der Menschen mit Psoriasis heilt die Schuppenflechte spontan ab. Auf diese Fälle berufen sich häufig Anbieter von „Wundermitteln“, welche die Schuppenflechte heilen sollen. Allerdings gibt es keine nachweislich wirksame Therapie, die tatsächlich die Ursachen behebt. Daher lässt sich Schuppenflechte bislang nicht heilen.

Die beschriebenen Fälle, bei denen die Psoriasis vollständig und dauerhaft abheilt, sind äußerst selten: Bei mehr als 90 Prozent der Betroffenen nimmt Schuppenflechte einen chronischen Verlauf an. Die Haut benötigt ein Leben lang besondere Zuwendung und Pflege.

Die Psoriasis tritt in den meisten Fällen schubweise auf. Das bedeutet, dass sich Phasen mit Psoriasisherden und beschwerdefreie Zeiten abwechseln. Bei vielen Betroffenen bessern sich die Schuppenflechte-Symptome im Sommer, da sich die vermehrte UV-Strahlung positiv auf die Haut auswirkt. Ein Zuviel an Sonnenstrahlung kann jedoch den gegenteiligen Effekt haben. Deshalb ist ein guter Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor extrem wichtig.

In vielen Fällen ist Schuppenflechte für die Betroffenen mit einem hohen Leidensdruck verbunden. Die körperlichen Folgen, wie etwa das starke Schuppen der Haut, der Juckreiz und die möglichen Gelenkbeteiligungen, sind zweifellos sehr belastend. Allerdings ist auch die Erscheinung ihrer Krankheit für viele Betroffene massiv unangenehm – besonders, wenn sich die Schuppenflechte im Gesicht, an den Händen oder auf der Kopfhaut zeigt.

Auch wenn Schuppenflechte nicht heilbar ist: Durch eine individuell angepasste Behandlung ist es möglich, den Hautzustand zu verbessern oder sogar den Hautausschlag abheilen zu lassen. Die Veranlagung bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Schuppenflechte und ihre Begleiterkrankungen

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die üblicherweise gleichzeitig mit einer Psoriasis auftreten. Wie auch die Schuppenflechte, sind sie nicht heilbar. Oftmals entwickeln Menschen mit Psoriasis weitere Krankheiten, die mit chronischen Entzündungen verbunden sind. Dazu zählen zum Beispiel die rheumatoide Arthritis (rheumatische Gelenkentzündung) und chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Außerdem sind Stoffwechselstörungen häufige Begleiterkrankungen einer Psoriasis, etwa das als „tödliches Quartett“ bezeichnete metabolische Syndrom, bestehend aus:

  • Fettstoffwechselstörungen, z.B. erhöhter Cholesterinspiegel im Blut (Hypercholesterinämie)
  • Insulinresistenz: vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf das Hormon Insulin, das für die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in die Zellen verantwortlich ist. Die Insulinresistenz ist in vielen Fällen eine Vorstufe der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Fettleibigkeit (Adipositas)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)

Schuppenflechte und Lebenserwartung

Jüngere Menschen mit Schuppenflechte haben ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden – dadurch kann sich eine Schuppenflechte bei schwerem Verlauf sogar auf die Lebenserwartung auswirken. Sie ist bei Psoriatikern etwa drei bis vier Jahre geringer als bei Nicht-Betroffenen. Auch psychische Probleme wie Depressionen oder Angststörungen treten bei Menschen mit Schuppenflechte häufiger auf. Das könnte an der seelischen Belastung durch negative Erfahrungen im sozialen Umfeld liegen.

7. Schuppenflechte vorbeugen? Verlauf positiv beeinflussen!

Der erblichen Veranlagung der Schuppenflechte kann man nicht vorbeugen. Dennoch tritt die Erkrankung nicht bei allen Menschen mit einer entsprechenden genetischen Vorbelastung auf. Deshalb ist es sinnvoll, Risikofaktoren zu vermeiden, die das erste Auftreten von Symptomen fördern können. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Rauchen (einer der wichtigsten Risikofaktoren)
  • Übergewicht
  • Erkrankungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis)

Außerdem kann man versuchen, den Krankheitsverlauf abzumildern, indem man Schüben vorbeugt oder deren Stärke mindert. Dazu ist es entscheidend, den krankheitsauslösenden Faktoren aus dem Weg zu gehen. Dazu gehören beispielsweise Stress und übermäßiger Alkoholgenuss.

Bei erwachsenen Betroffenen, die regelmäßig an Mandelentzündungen leiden, zeigt eine Tonsillektomie (Mandelentfernung) oft einen positiven Effekt auf deren Schuppenflechte.

Das cortisonfreie Arzneimittel Zyarin  (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich) ist gut verträglich und kann effektiv bei juckenden Hautkrankheiten helfen. Die Zyarin Tabletten enthalten einen natürlichen Wirkstoff, der eigentlich starke Hautreizungen auslöst. Forscher fanden allerdings heraus, dass der Wirkstoff bei niedriger Dosierung juckende Hautkrankheiten bekämpft. Therapiebegleitend unterstützt die Zyarin Basispflege mit einzigartigen Extremolyten und regenerierendem Mikrosilber geschädigte Haut von außen.

Schuppenflechte-Schüben vorbeugen mit Gewichtsabnahme

Bei Menschen mit Übergewicht kann eine gezielte Gewichtsabnahme den Krankheitsverlauf mildern oder einem Schuppenflechte-Schub vorbeugen, weil weniger Entzündungen der Haut entstehen.

Schuppenflechte und Sonnenschutz

Während eine moderate UV-Bestrahlung angenehm und positiv auf die Haut und die Psoriasis-Symptome wirkt, kann sich eine übermäßige UV-Bestrahlung ungünstig auswirken. Deshalb ist es wichtig, die Haut immer gut vor der Sonne zu schützen. Verwenden Sie deshalb einen Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF > 25). Wählen Sie am besten ein Produkt, das Sie vor UVA- und UVB-Strahlung gleichermaßen schützt (z.B. Remitan Sonnenschutz ).

Grundsätzliche Verhaltenstipps zum richtigen Umgang mit der Sonne:

  • Meiden Sie die besonders intensive Mittagssonne
  • Wählen Sie zusätzlich zu einem Sonnenschutz-Produkt Kleidung, die Ihre Haut vor der Sonne schützt, z.B. leichte, luftige, aber langärmelige Oberteile und lange Hosen
  • Tragen Sie den Sonnenschutz erneut auf, wenn Sie schwitzen oder im Wasser waren

Obwohl man Schuppenflechte weder heilen noch ihr vollkommen vorbeugen kann, ist es möglich, schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen zu vermeiden. Neben der wirksamen Schuppenflechte-Behandlung ist es wichtig, auch mögliche Begleiterkrankungen zu therapieren.

Manchen Begleiterkrankungen der Schuppenflechte kann man bedingt vorbeugen. Dazu gehört zum Beispiel das metabolische Syndrom (starkes Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck, Störung im Zuckerstoffwechsel): Mit einer gesunden Ernährung und ausreichend körperlicher Aktivität kann das Auftreten dieser Symptome verhindert oder zumindest verzögert werden.

Ernährung bei Schuppenflechte

Ob man mit einer angepassten Ernährung einer  Schuppenflechte vorbeugen oder den Krankheitsverlauf beeinflussen kann, erforschen Wissenschaftler immer wieder. Es gibt Menschen, bei denen sich bestimmte Lebensmittel oder deren Inhaltsstoffe (z.B. Gluten in vielen Getreidesorten) auf den Hautzustand auswirken. Andere bemerken keinen Zusammenhang zwischen der Schuppenflechte und ihrer Ernährung. Auch die Studienlage ist widersprüchlich. Daher gibt es bislang keine einheitliche Empfehlung bezüglich der Ernährung bei Schuppenflechte. In diesem Fall müssen Betroffene selbst herausfinden, was ihnen guttut.

Quellen:

Ernährung bei Psoriasis. haut&allergie 2016; 3:24-25

Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Psoriasis des behaarten Kopfes. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/074 (Leitlinie abgelaufen; Stand: 02.11.2012)

Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Therapie der Psoriasis vulgaris. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/001 (Leitlinie abgelaufen; Stand: 23.02.2011)

Moll I. Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2016

Psoriasis. Online-Informationen der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (Abruf: 12/2016)

Steyer C. Fischtherapie: Hautschuppen als Nahrung. Online-Informationen des PTA-Forum (Abruf: 12/2016)

Was ist Schuppenflechte (Psoriasis). Online-Informationen des Deutschen Psoriasis-Bunds (Abruf: 01/2017)

World Health Organization: Global report on Psoriasis. World Health Organization, Genf 2016

Adipositas Stiftung Deutschland: Psoriasis und Adipositas speisen sich aus gemeinsamer genetischer Quelle. (Abruf: 05/2017)

Die Online Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Umweltmedizin; Professor Dr. med. P. Altmeyer. (Abruf 06/2017)

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