7 Sonnenschutz-Irrtümer – Hätten Sie es gewusst?


Datum: 31.08.2017

Um Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Sonnenallergien zu verhindern, ist es wichtig, die Haut vor der schädlichen Wirkung der UV-Strahlung zu schützen. Dumm ist nur, dass neben wirklich sinnvollen Tipps zum Sonnenschutz auch viele falsche Annahmen und Behauptungen existieren. Das Fatale: Werden diese Fehleinschätzungen für bare Münze genommen, kann das die Haut dauerhaft schädigen. Die folgenden Sonnenschutz-Irrtümer sollten Sie deshalb sofort aus ihrem Gedächtnis streichen.

Irrtum 1: Solarium-Besuche bereiten die Haut auf die Sonne vorSolarium

Das „Vorbräunen im Solarium“ soll bewirken, die Haut für die echte Sonne vor dem Urlaub oder dem Sommer vorzubereiten. Doch es ist ein Irrglaube, dass Solarien-Bräune die Eigenschutzzeit der Haut steigert. Denn: Solarien arbeiten überwiegend mit UVA-Strahlung. Diese sorgt zwar für eine kurzzeitige Bräunung, aber nicht für einen gesteigerten Sonnenschutz der Haut. Für diesen ist die UVB-Strahlung der Sonne zuständig. Zusätzlich haben Solarium-Besucher ein um 20 Prozent erhöhtes Hautkrebsrisiko.

Irrtum 2: Selbstbräuner schützen die Haut vor der Sonne

Ein Selbstbräuner kann unter keinen Umständen ein Sonnenschutz-Produkt mit Lichtschutzfaktor ersetzen. Er färbt die oberste Hautschicht nur ein. Die Eigenschutzzeit der Haut wird dadurch allerdings nicht verändert.

Irrtum 3: Im Auto ist kein Sonnenschutz nötig

Bei längeren Autofahrten ist Sonnenschutz ein absolutes Muss. Die Frontscheibe filtert zwar größtenteils die UVA- und UVB-Strahlung, die Seitenscheiben lassen die UVA-Strahlung jedoch ungehindert passieren. UVA-Strahlung verursacht Zellschäden und Hautalterung. Sonnenschutz ist also auch im Auto unumgänglich.

Sonnenschutz beim Wandern

Irrtum 4: Die Eigenschutzzeit kann durch Nachcremen immer weiter verlängert werden

Sonnenschutz sollte zwar regelmäßig erneuert werden, um die Haut wirksam vor der UV-Strahlung zu schützen. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Eigenschutzzeit der Haut damit unendlich verlängern lässt. Nutzt man beispielsweise Lichtschutzfaktor 20 und hat eine Eigenschutzzeit der Haut von zehn Minuten, dann ist man durch das Sonnenschutz-Produkt 200 Minuten lang geschützt. Und das bleibt auch so, wenn man alle 60 Minuten nachcremt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Eigenschutzzeit berechnen.

Irrtum 5: Ein hoher Lichtschutzfaktor verhindert die Bräunung

Auch ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor filtert die UVA- und UVB-Strahlung nicht komplett. Ein geringer Anteil dringt in die Haut ein und regt dort auf sanfte Weise den Eigenschutz der Haut an. Folge: Die Haut bräunt sich. Das Braunwerden wird also nicht verhindert, es geschieht nur langsamer, gleichmäßiger und langanhaltender.

Irrtum 6: Aus Sonnenbrand wird später eine gesunde BräuneFrau mit Sonnenbrand an Hals und Schultern

Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, die durch die UVB-Strahlung der Sonne hervorgerufen wird. Die äußere Hautschicht wird beschädigt, die Blutgefäße weiten sich und die Haut wird rot. Sonnenbrand ist also unter keinen Umständen die Vorstufe einer gesunden Bräune. Vielmehr erhöht jeder Sonnenbrand die Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs zu erkranken. Häufiger Sonnenbrand im Kindesalter gilt sogar als einer der größten Risikofaktoren für Hautkrebs.

Spaziergang am Meer: Schuppenflechte lässt sich nicht heilen, aber lindernIrrtum 7: Hautschäden können durch Vorbräunen verhindert werden

Natürliche Bräune bietet nur einen geringfügigen Schutz vor der Sonne. Durch die UVB-Strahlung wird die Hornhaut dicker und bildet so einen hauteigenen Sonnenschutz, aber dieser entspricht nach rund drei Wochen nur etwa Lichtschutzfaktor 6. Außerdem wird UVA-Strahlung durch ihn nicht gefiltert und er schützt auch nicht vor Hautkrebs. Die Anwendung von Sonnenschutz-Produkten ist also auch bei gebräunter Haut unerlässlich.

Quellen:

Mythen rund um den Sonnenschutz. Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Dermatologen (Stand: 17.04.2015)

Tipps zum UV-Schutz. Online-Informationen des Bundesamts für Strahlenschutz (Stand: 21.03.2016)

UV-Schutz für die Augen. Online-Informationen des Bundesamts für Strahlenschutz (Stand: 09.12.2016)

Sonnenschutz. Online-Information der Pharmazeutische Zeitung

EU-Empfehlung für Sonne ohne Reue. Online-Information des Europäischen Parlaments

Sonnenschutz. Online-Information Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.

Prävention von Hautkrebs. Online-Information der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaft e.V.

UV-Schutz im Auto. Online-Information des Bundesamtes für Strahlenschutz

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