Atopie


Der Begriff „Atopie“ beschreibt die Neigung des Körpers, bestimmte allergische Erkrankungen zu entwickeln. Darunter fallen:

Diese chronischen (anhaltenden) Erkrankungen werden auch als atopischer Formenkreis oder atopische Erkrankungen bezeichnet.

Die Atopie ist erblich (genetisch) bedingt, weshalb atopische Erkrankungen oft familiär gehäuft auftreten: Leiden die Eltern an der gleichen atopischen Erkrankung, entwickelt das Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 80 Prozent diese ebenfalls.

Atopiker (zu Atopie neigende Menschen) weisen häufig bestimmte Merkmale auf, die Ärzte als atopische Stigmata – also Anzeichen einer Veranlagung für allergische Erkrankungen – bezeichnen. Diese treten unterschiedlich häufig bei Menschen mit atopischen Erkrankungen auf. Zu den atopischen Stigmata zählen:

  • trockene Haut (Xerose) durch eine verminderte Talgproduktion, z.T. schuppige und juckende Haut
  • leichte Ekzeme an den Augenlidern, Fingerkuppen und Zehenspitzen
  • tiefe Einrisse (Rhagaden) an den Ohrläppchen
  • doppelte Lidfalte (Dennie-Morgan-Falte)
  • dunkle Haut rund um die Augen
  • seitlich ausgedünnte Augenbrauen (Herthoge-Zeichen)
  • Blässe im Gesicht
  • weißer Dermographismus
  • verstärkte Linienzeichen an den Handflächen und Fußsohlen (palmare Hyperlinearität)
  • tiefer Haaransatz
  • Wolle-Unverträglichkeit

Obwohl eine Atopie erblich bedingt ist, gibt es Möglichkeiten um den Ausbruch einer atopischen Erkrankung komplett zu verhindern bzw. deren Symptome abzumildern. Ärzte empfehlen folgende Vorbeugungsmaßnahmen:

  • „Risikokinder“ sollten in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden. Mediziner sprechen von einem Risikokind, wenn mindestens ein Eltern- oder Geschwisterteil unter einer atopischen Erkrankung leidet.
  • Ist Stillen nicht oder nicht ausreichend möglich, sollte das Kind eine hydrolysierte, hypoallergene Säuglingsnahrung erhalten. Dabei handelt es sich um Säuglingsnahrung, die speziell für Kinder mit erhöhtem Allergierisiko entwickelt wurde und besonders allergenarm ist.
  • Menschen mit einer Neigung zur Atopie sollten weder aktiv noch passiv rauchen.
  • Katzen sind als Haustiere für Risikopersonen nicht empfehlenswert.

Weitere Informationen zur Vorbeugung atopischer Erkrankung erhalten Sie in unserem Beitrag zu Neurodermitis.

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