Hautkrebs


Unter dem Begriff Hautkrebs versteht man bösartige (maligne) Hautveränderungen, bei denen die entarteten Zellen mit der Zeit wuchern (sich ungehindert vermehren), gesunde Zellen verdrängen und schließlich auch andere Gewebe (z.B. Lymphknoten) oder Organe (z.B. Leber) befallen können.

Je nachdem, welche Zellen bzw. welcher Gewebsbereich betroffen sind, lassen sich unterschiedliche Hautkrebs-Typen unterscheiden:

Karzinome („weißer Hautkrebs“): Diese Krebsart hat ihren Ursprung im Deckgewebe (Epithel) der Schleimhäute sowie der Haut, insbesondere in der Basalmembran und der Stachelzellschicht der Epidermis.

Hautkrebs frühzeitig erkennen: Arzt untersucht verdächtige Leber- und Altersflecken

Leber- und Altersflecken können der Ausgangspunkt für schwarzen Hautkrebs sein.

Melanom („schwarzer Hautkrebs“): Dieser Krebs entsteht durch veränderte Melanozyten, den Zellen, die den Farbstoff Melanin enthalten und produzieren. Entarten diese farbhaltigen Zellen, entstehen dunkle bis schwarze Flecken an der Hautoberfläche, weswegen diese Krebsart auch oft als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet wird. Melanome sind extrem aggressiv: Sie wachsen rasch und bilden schnell Tochtergeschwulste bzw. Tochterabsiedlungen (Metastasen), die anschließend andere Organe befallen. Der schwarze Hautkrebs ist zudem der Hautkrebstyp mit den meisten Todesopfern pro Jahr.

Lymphome: Ein Lymphom ist eine Krebserkrankung der Immunzellen (Lymphozyten) bzw. des Lymphsystems. Charakteristisches Symptom dieser Krebsart sind angeschwollene Lymphknoten. Da die Lymphknoten auch während einer Infektionskrankheit (kurzzeitig) anschwellen können, werden Lymphome oft nicht gleich entdeckt. Immunzellen kommen überall im Körper vor, daher können Lymphome sowohl im Blut als auch den inneren Schleimhäuten und der Haut auftreten. Außerdem ist es für Metastasen leichter, andere Organe zu besiedeln, da Lymphozyten von Natur aus überall im Blut und der Lymphe verteilt sind.

Sarkome: Diese seltene Form bösartiger Tumoren machen ungefähr ein Prozent aller malignen Hautveränderungen aus. Sarkome beginnen mit einer Zellentartung im Bereich des sogenannten embryonalen Bindegewebes (Bindegewebe, das während dem Embryo-Stadium gebildet wird und dessen Zellen sich sehr schnell teilen, weswegen sie anfälliger für genetische Schäden sind). Weiterhin sind Strukturen betroffen, die sich später aus dem embryonalen Bindegewebe entwickelt haben. Beispiele dafür sind:

  • Binde- und Fettgewebe
  • Knochen und Knorpel
  • Muskelgewebe
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